Geschichte Tirols von den ältesten Zeiten bis in die Neuzeit, Volume 1

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Wagner, 1872 - Tyrol (Austria) - 684 pages
 

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Page 339 - Tage» und beide Theile waren damit zufrieden. König Heinrich erhielt einen Theil der verpfändeten Güter, wie die Städte in Kärnten, zurück, dagegen blieben Krain und die windische Mark für 6000 MS Wiener Gewicht vorläufig versetzt. Die Gefangenen wurden freigegeben, die eroberten Festen ausgeliefert. Auf Tirol zurückgekehrt, war König Heinrich bemüht, den Anforderungen seiner Schwägerin Eufemia und seiner Gemahlin Anna gerecht zu werden, und öffnete zugleich das Füllhorn seiner Gnade,...
Page 386 - Das Volt schrieb diese Noth den Juden zu und fiel wüthend über sie her. Viele wurden mit den» Schwert erschlagen, viele verbrannt, viele starben unter gräßlichen Martern. Es lief das Gerücht, sie hätten durch Gift die Pestilenz verbreitet, auf daß der christliche Glaube untergienge. Ob wahr geredet worden, wissen wir nicht.
Page 481 - Gnade und Gewalt sich mit Leib, Land und Leuten, mit Allem und Ieglichem, was er hat, nichts ausgenommen, verspricht auch den Papst Iohann wieder zurückzusühren, wobei er seiner Ehre wegen sich vorbehält, daß demselben an Leib und Gut kein Schade noch Gewalt geschehe.
Page 191 - Herberge, plünderte sie aus und schleppte sie in den Kerker. Nur Gebhard von Constanz entkam auf geheimen Alpen steigen nach Italien , und Otto von Bamberg erfreute sich einer etwas bessern Behandlung, weil der Graf sein Vasall war. Doch setzte Adalbert auf Vermittelung des Bambergers den Erzbischof von Trier und den Grafen Wiprecht sofort in Freiheit, unter der Bedingung, daß sie sich wieder dem Kaiser unterwürfen, zu ihm eilten und von ihm Anweisung erbäten, was mit den andern Gefangenen geschehen...
Page 666 - Frommen sind es werth, daß man sie warne ; aber es sind so viele arme Edelfrauen, die gleich der Fürstin in Perlen und Spangen gehen wollen, und haben nicht so viel in der Küche, um einen Hahn damit groß zu ziehen; und haben doch die Alten gesagt, wenn die Mücke ein Hühnerei legen wolle, so seis ihr Tod ; und ist es doch auf meinen Eid wahr, daß kein Gewand schöner kleide als die Demuth.
Page 372 - Sagen- und Geschichtsschreibern körperlich und geistig sehr ungünstig geschildert. War sie auch nicht ein Ausbund an Häßlichkeit den Preis der Schönheit jedenfalls verdiente sie nicht, denn glaubwürdigen Nachrichten zufolge verunstaltete ihr Gesicht ein großer, breiter Mund, von dem sie, nach mancher Überlieferung, den Beinamen ,Maultasche
Page 385 - Thälern entsetzlich. Die davon Ergriffenen waren oft in wenigen Tagen, ja in wenigen Stunden eine Leiche. Goswin von Marienberg erzählt: „Kaum der 6. Theil der Bewohner unserer Thäler blieb übrig. Sie (die Pestilenz) raffte auch alle unsere Brüder (im Kloster Marienberg) fort, bis auf Wyso den Abt, Rudolf, einen Priester, und den Bruder Goswin (er selbst) und einen Laienbruder".
Page 481 - Herzogs zu Ostreich , bitte ich des Königs Gnaden demselben zu verzeihen, worin er Eure königliche Majestät und das Concilium beleidigt hat. Er übergibt daher in seines Königs Gnade und Gewalt sich mit Leib , Land und...
Page 401 - Ablebens die Grafschaften Tirol und Görz, das Land an der Etsch und das Innthal mit der Burg Tirol und allem Anderen, was dazu gehöre, sowie alle ihre Herrschaften und Güter in Baiern zu; so lange sie lebte, wollte sie dieselben im Namen der Herzoge inne haben. Zugleich gebot sie allen ihren Unterthanen: den Prälaten und der gesummten Geistlichkeit, dem Landeshauptmann, Burggrafen v.
Page 666 - Zotten und Kappen, die Frauen ziehen zwei ellenlange Schleppen im Kothe nach und haben an der Mütze sechs Ellen lange Lappen; sie wollen alles tragen und thun, was die Männer und alles noch ärger und mehr. (Also damals wie heutzutage!) Als ein guter Geselle, sagt Vintler weiter, will ich strafen, was die Frauen veruu...

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