Geologie des Kurischen Haffes und seiner Umgebung: zugleich als Erläuterung zu Section 2, 3 und 4 der geologischen Karte von Preussen

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In Commission bei W. Koch, 1869 - Courland Lagoon (Lithuania and Russia) - 110 pages
 

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Page 52 - Hafi'es früher bereits zum Theil trocken gelegen, seit der hierzu erforderlichen Hebung des Landes also schon wieder eine Senkung stattgefunden hat. Es ist natürlich, dass Bodenschwankungen der Jetztzeit, vornehmlich die äusserst langsamen , säcularen Hebungen und Senkungen, mit denen wir es erwiesener Maassen in unseren dh den Ostseegegenden überhaupt, soweit bis jetzt bekannt, allein zu thun haben, am ehesten und sichersten in unmittelbaren Küstengegenden zu beobachten sind.
Page 17 - Kupsenterrain schon durch eine künstliche Schutzdüne von dem eigentlichen Strande getrennt ist, so dafs der durch den Wind vom Strande gewehte Sand keine neue Kupsen bilden kann, da sind die alten alle nach Osten gewandert und haben eine zur Anlage...
Page 101 - Fusse — zwei Stellen ihres noch eine Zeit lang schützenden Waldes halber ausgenommen — auf der ganzen Länge der Nehrung hart auf dem heutigen Haffufer stehen werden, wie es zum Theil bereits der Fall ist, sie müssen not h wendig weiter auf ihrer Wanderung, sie müssen mit allen ihren Sandmassen hinein in's Haff.
Page 103 - Profilen betrügt l : -2,163. ersten Blick Niemand anstehen wird, der Behauptung beizupflichten, dass, wenn die Sandmassen der heutigen hohen Wanderdünen vom Winde erst völlig über die Nehrung hinüber in's Haff gejagt sein werden, der ganze nördliche Theil des Haffes festes Land geworden sein muss, durch welches die...
Page 51 - Voreliene bilden, die, allerdings jetzt nicht mehr direct von den Wassern des Haffs überschwemmt wird, bei eintretenden Stauwinden jedoch durch die mit sehr geringem Gefalle sich hindurchwindenden Bäche selbst...
Page 54 - Ostseeküste eine Hebung oder Senkung derselben mit Sicherheit nicht erkennen lassen. * Der eigentliche Abfall des Landes hat beim Beginn der Alluvialzeit wenigstens nicht östlich der Küstenlinie der heutigen kurischen Nehrung gelegen ; das kurische Haff ist somit durch Abschwemmung dem Lande verloren gegangenes Areal.
Page 18 - Rinde durchgepresst hatte, ebenso schnell wieder verschwand. Nur wo das Terrain der Kupsen durch einen kleinen Sandrücken mit den Bergen verbunden ist, oder Grashälmchen bereits hier und da in der ebenen Fläche...
Page 65 - Hebung oder auch nur zu Ende derselben, in ihrer höchsten und trockensten Lage gekannt, dafür fehlen uns zur Zeit noch die nöthigen Anhaltspunkte. Unwahrscheinlich ist es jedoch grade nicht, denn seine Spuren finden wir bereits ziemlich früh in der nun folgenden Periode einer abermaligen Senkung des Landes.
Page 59 - III. gegeben ist. Nur Diluvialbildungen überragen der Hauptsache nach eben bei einer solchen Senkung noch die Wasserfläche. Die vorliegenden alten Inseln waren allmälig bis auf die heutigen Reste verringert und bildeten überfluthet eine langgestreckte schützende Barre vor dem flachen Tilsiter Busen in der Richtung der einstmaligen Uferlinie und der späteren oder heutigen Nehrung. Die Inselreste selbst wurden hinfort nicht weiter angegriffen, die auf ihnen lagernde Sandbarre wuchs vielmehr durch...
Page 108 - Maximnm der Breite von ca. 300 Ruthen gegenüber steht. In dieser Entfernung (westlich und östlich von Cranz sogar in kaum 100 Ruthen Entfernung) würde die See, wenn sie erst soweit gelangt, überall die alljährlich vom Haff, oder was dasselbe sagt, von der See überstauten Alluvialbildungen erreicht haben.

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