Gedichte

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J.G. Cotta, 1835 - 550 pages
 

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Page 59 - Die linden Lüfte sind erwacht, Sie säuseln und weben Tag und Nacht, Sie schaffen an allen Enden. O frischer Duft, o neuer Klang! Nun, armes Herze, sei nicht bang! Nun muß sich alles, alles wenden. Die Welt wird schöner mit jedem Tag, Man weiß nicht, was noch werden mag, Das Blühen will nicht enden.
Page 93 - Bei einem Wirte wundermild, da war ich jüngst zu Gaste; ein goldner Apfel war sein Schild an einem langen Aste.
Page 37 - Ich bin vom Berg der Hirtenknab, Seh auf die Schlösser all herab; Die Sonne strahlt am ersten hier, Am längsten weilet sie bei mir; Ich bin der Knab vom Berge! Hier ist des Stromes Mutterhaus; Ich trink ihn frisch vom Stein heraus; Er braust vom Fels in wildem Lauf, Ich fang ihn mit den Armen auf; Ich bin der Knab vom Berge!
Page 261 - Das Schloß am Meere. Hast du das Schloß gesehen, Das hohe Schloß am Meer? Golden und rosig wehen Die Wolken drüber her. ES möchte sich niederneigen In die spiegelklare Flut; Es möchte streben und steigen In der Abendwolken Glut. «Wohl hab' ich es gesehen, Das hohe Schloß am Meer, Und den Mond darüber stehen, Und Nebel weit umher.
Page 256 - Ich fühl's am Druck der Hand. Nimm hier die alte Klinge! Sie ist der Skalden Preis. Und fällst du, so verschlinge Die Flut mich armen Greis!« Und horch! es schäumet und es rauscht Der Nachen übers Meer. Der blinde König steht und lauscht, Und alles schweigt umher; Bis drüben sich erhoben Der Schild" und Schwerter Schall Und Kampfgeschrei und Toben Und dumpfer Widerhall.
Page 353 - Droben auf dem schroffen Steine Raucht in Trümmern Autafort, Und der Burgherr steht gefesselt Vor des Königs Zelte dort: »Kamst du, der mit Schwert und Liedern Aufruhr trug von Ort zu Ort, Der die Kinder aufgewiegelt Gegen ihres Vaters Wort? Steht vor mir, der sich gerühmet In vermeßner Prahlerei, Daß ihm nie mehr als die Hälfte Seines Geistes nötig sei?
Page 132 - Und huldigtet der höhern Macht? Wenn eure Schmach die Völker lösten, Wenn ihre Treue sie erprobt, So ist's an euch, nicht zu vertrösten, Zu leisten jetzt, was ihr gelobt.
Page 132 - Völker! die ihr viel gelitten, Vergaßt auch ihr den schwülen Tag? Das Herrlichste, was ihr erstritten, Wie kommt's, daß es nicht frommen mag? Zermalmt habt ihr die fremden Horden, Doch innen hat sich nichts gehellt. Und Freie seid ihr nicht geworden, Wenn ihr das Recht nicht festgestellt.
Page 103 - Wir sind nicht mehr am ersten Glas, Drum denken wir gern an dies und das. Was rauschet und was brauset.
Page 409 - Schwabe forcht sich nit, Ging seines Weges Schritt vor Schritt, Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken Und tät nur spöttlich um sich blicken, Bis einer, dem die Zeit zu lang, Auf ihn den krummen Säbel schwang. Da wallt dem Deutschen auch sein Blut, Er trifft des Türken Pferd so gut, Er haut ihm ab mit einem Streich Die beiden Vorderfüß

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