Zur Egyptischen forschung Herodot's: eine kritische untersuchung

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Gerold, 1873 - 26 pages
 

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Page 578 - ... später üblich gebliebene dem unsrigen gleiche Zeichen, für Iota aber zwar ebenfalls das jüngere den Verticalstrich hat, aber durch die Aehnlichkeit der älteren noch beibehaltenen Form für Zeta (I) den Schreiber nöthigte, sich bei dem Iota vor jedem Horizontalstriche oben und unten zu hüten. l Noch ganz anders aber sollte sich Herodot's Ungläubigkeit der egyptischen Priesterliste gegenüber rächen. Denn in aller Unschuld erzählt er ganz ausführlich von dem dritten jener Aethiopenkönige,...
Page 568 - ... gegen Egypten, an sich schon eine seltsame Einleitung für die Geschichte des Feldzuges — wie denn diese Heeresfolge im ersten Capitel des dritten Buches ganz unbefangen erzählt wird — ist vollends unverständlich in einem Satze, der den Uebergang zur Darstellung Egyptens bilden soll: die Egypter, erzählt unser Autor zunächst, hielten sich vor Psammetich für die älteste Nation. Ob nun aber die wenig glückliche Veränderung des ursprünglichen Satzes überhaupt nicht von späterer Hand...
Page 563 - Redaction des uns vorliegenden herodoteischen Geschichtswerkes bestimmt Kirchhoff, ' indem er von der Voraussetzung ausgeht, dass die Arbeit auch in der uns vorliegenden Reihenfolge ihrer Stücke geführt sein müsse und die so häufigen Anspielungen auf gleichzeitige Ereignisse als entscheidende Beweise für die Entstehung der einzelnen Theile anzusehen seien. Wenn gegen die letztere Annahme schon bemerkt worden ist,2 dass eine frühere Abfassung spätere Hinzufügungen nicht schlechthin ausschliesse,...
Page 583 - Arbeiten' oder , aller Arbeiten, welche es dem Könige zu verfertigen beliebte' für getreuen Ausdruck ihrer Beschäftigungen zu halten hat. Dem entspricht eine andere hieher gehörige Inschrift (Rouge 46): , Chufu . . erfand den Tempel der Isis, der Regentin der Pyramide, neben dem Tempel der Sphinx'. Er war ausserdem ein Verehrer des später gering geschätzten Anubis. Nach Allem kann man es nicht befremdlich finden, wenn eine Dame dieser Zeit (Rouge: 52) den Namen , Chufu geliebt von den Göttern
Page 569 - Bis hieher3 sagt er uns, (II, 99) reiche seine eigene Beobachtung; von nun an wolle er die Mittheilungen der Egypter, wie er sie vernommen habe, vortragen, doch werde sich dabei auch etwas von seiner eigenen Beobachtung finden. Sieht man nun näher zu, so hat er wohl auch früher eine Anzahl derartiger Mittheilungen, darunter die ihm sehr wichtige der thebanischen Priesterschaft (II, 54 flgde) über das Verhältniss des Amon zum Zeus von Dodona, über das 1 Berahardy, Grundriss der griechischen Literatur....
Page 576 - Sohn Merenphthah sich nach Manetho vor Kriegsgefahren dahin zurückziehen konnte. Man sieht wohl, dass die thebanische Priesterschaft, da sie unsern Autor von der Echtheit ihrer Listen nicht zu überzeugen vermochte, mindestens, wenn auch zum Theil mit kecken Erfindungen, seine Wissbegierde über Sesostris befriedigte und in gleicher Weise bei seinen Fragen nach einigen mit Egypten in Beziehung gebrachten Gestalten des homerischen Liederkreises (II, 118 — 121) verfuhr. Wird man nun auch ferner...
Page 573 - ... demselben in dem Herodot um die Mitte des fünften Jahrhunderts vor Christo vorgetragenen das älteste uns bekannte und eine Recension der ähnlichen Vorlagen zu erkennen, an deren Hand Manetho sowohl im Texte als im Registeranhange seines Werkes arbeitete. Denn so unschätzbar für die Forschung bei dem jetzigen Stande des Materiales die Auswahlen anzubetender Könige sind, welche die Wandschilderungen Tuthmosis III. und Sethos I. und das Grab des Priesters Tunari bieten, so würden sie doch...
Page 582 - Silber , hat' durch das hienach viel ältere Zeichen für Gold ,nub' determinirt, so dass mit 1 Rougé 125. seinem Namen ,ursprünglich wol „das weisse Gold" gemeint gewesen ist', und dass sein Werth von dem des Goldes lange wenig verschieden war. ' Eine Berechnung beider Edelmetalle nach Talenten ist aber erst lange Jahrhunderte nach dem Erbauer des Chut, vielleicht durch die Hyksos, gewiss jedoch erst bei den Zügen der achtzehnten Dynastie nach Syrien und Mesopotamien, wo dieses chaldäische...
Page 583 - Platz' (Rougé 47). Man kann nicht zweifeln, dass das Alles wörtlich genau angegeben ist, auch in der Beziehung , dass man Chufu wie seine nächsten Nachfolger durchaus als Architecten-Könige zu betrachten und demgemäss die Titel ihrer Söhne und vornehmsten Hofbeamten ,Director der Arbeiten...
Page 565 - AaxESatentspricht, mit den dritthalb ersten, Athen kaum (I, 59 — 65; II, 7, 177, allenfalls I, 29-34, 86; II, 156) berührenden Büchern allein begründet werden konnte. Dazu stelle man sich vor, dass b'eide Posten in demselben Jahre ', oder doch in zwei auf einander folgenden verausgabt und in der Volksversammlung erwogen worden sein müssen. Wenn dagegen Herodot die drei letzten Bücher des uns vorliegenden Werkes — abgesehen von den Hinzufügungen seiner späteren Jahre und damals schon redigirten...

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