Annalen der Literatur und Kunst des In- und Auslandes, Volume 3

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A. Doll., 1812 - Literature
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Page 120 - Forscher allein die heilige, ewig schaffende Urkraft der Welt, die alle Dinge aus sich selbst erzeugt und werktätig hervorbringt.
Page 101 - Anfang bi« zu Ende. Bereinigung derselben zu einer dritten , in welcher sie sich ausglichen oder indifferenzirten möglich ist. Es gilt die Entscheidung der Frage: Ob am An...
Page 97 - Eine Offenbarung durch äußerliche Erscheinungen, sie mögen heißen wie sie wollen, kann sich höchstens zur innern ursprünglichen nur verhalten, wie sich Sprache zur Vernunft verhält. Ich sage, höchstens nur; und setze dem vorhergegangenen hinzu: So wenig ein falscher Gott außer der menschlichen Seele für sich da seyn kann, so wenig kann der Wahre außer ihr erscheinen.
Page 96 - Denn er könnte ihrer ja nicht gewahr werden, wenn er sie nicht auf etwas, das er in ihm hat, beziehen könnte, so wie man ohne Maß nicht messen kann. Himmel und Erde sind für ihn nur eine...
Page 96 - ... in ihm hat, beziehen könnte, so wie man ohne Maß nicht messen kann. Himmel und Erde sind für ihn nur eine Bestätigung von einem Wissen, des er sich in sich bewußt ist, und das ihm die Kühnheit und den Mut gibt: alles zu meistern und aus sich zu rektifizieren. Und mitten in der Herrlichkeit der Schöpfung ist und fühlt er sich größer, als alles was ihn umgibt; und sehnt sich nach etwas anderm.
Page 97 - Bild geschaffen, Gott in uns und über uns, Urbild und Abbild, getrennt und doch in unzertrennlicher Verbindung: Das ist die Kunde, die wir von ihm haben, und die einzig mögliche, damit offenbart sich Gott dem Menschen lebendig, fortgehend und für alle Zeiten.
Page 413 - ... Glas und ein vernünftiges Abendbrot aus der Kindheit bestellen und für den Morgen ein halbes Lot Kaffee Überschuß, weil ich schon voraus wüßte, wie sehr ich durch ein so treffliches, ruhiges Buch (wofür 30 dem Verfasser ewiger Dank sei !) zur Anspannung für ein eignes glänzendes ausgeholet hätte .... So würd' ich das Werkchen lesen; aber leider hab' ich es selber vorher gemacht.
Page 102 - Moralität; denn nach seiner (wessen?) innersten Ueberzeugung sind diese Dinge nich-t, und von diesen Dingen redend sagt er, was er in Wahrheit nicht meint. Wer aber solches thut, der redet Lüge".
Page 103 - Der Mensch offenbaret Gott, indem er mit dem Geiste sich über die Natur erhebt, und, kraft dieses Geistes, sich ihr als eine von ihr unabhängige, ihr unüberwindliche Macht, entgegenstellt, sie bekämpft, überwältigt, beherrscht.
Page 98 - Meinung trotzig über den Verstand, das parteiische Urteil über das unbefangene gesunde, Ansehen über Vernunft, Liebe über Recht erhebe. Aber wir stoßen uns „weiter nicht daran, wenn du das Wesentliche, die Idee, dem Unwesentlichen (ihrer Einkleidung) zuweilen nachsetzest, die Sache aus ihrer Gestalt entspringen lassest und in eine Art von religiösem Materialismus verfällst. Du glaubst darum im Grunde doch so gut wie wir, daß der Geist allein lebendig mache.

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