Die deutschen Volksbücher

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Quelle & Meyer, 1927 - Folk literature - 152 pages
 

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Page 13 - Zeit zu verwenden. Es liegt in der deutschen Natur, alles Ausländische in seiner Art zu würdigen und sich fremder Eigentümlichkeit zu bequemen. Dieses und die große Fügsamkeit unserer Sprache macht denn die deutschen Übersetzungen durchaus treu und vollkommen.
Page 40 - Hülfsmittel, viel wenü ger gute Quellen zu nennen wären. Als ich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, fand ich auf der Straße endlich noch einen kleinen, unansehnlichen Buchhändler sitzen, der aber bei aller seiner wenigen Figur die seltensten Werke feil hatte, die man vergebens in den größern Handlungen suchen wird.
Page 79 - Ein warhafftige history von dem kayser Friderich., der erst seines Namens, mit einem langen rotten Bart, den die Walhen nenten Barbarossa , derselb gewan Jerusalem, Und durch den Babst Alexander den dritten verkiiutsrhat't't ward dem Soldanischen König, etc.
Page 41 - Amerika, du hast es besser Als unser Kontinent, das alte, Hast keine verfallene Schlösser Und keine Basalte. Dich stört nicht im Innern, Zu lebendiger Zeit, Unnützes Erinnern Und vergeblicher Streit. Benutzt die Gegenwart mit Glück! Und wenn nun eure Kinder dichten, Bewahre sie ein gut Geschick Vor Ritter-, Räuber- und Gespenstergeschichten.
Page 40 - Der kleine Kaufmann erzählte mir unter Tränen, wie sehr er sich wundere, daß ich dergleichen Bücher kaufte, da ich doch wahrscheinlich zu den aufgeklärten Männern gehörte, die jetzt dergleichen Bücher so sehr verachteten und ihnen einen so schlimmen Einfluß auf die Sitten des gemeinen Mannes zuschrieben, daß er bisweilen wohl gar auf den Gedanken gekommen sei, sich für ein verderbliches Mitglied des Staats zu halten.
Page 11 - Aber von der leüt wegen, die solicher gereimbter bücher nit genad habent, auch etlich, die die kunst der reimen nit eygentlich versteen künden, hab ich ungenannter dise hystori in die form gepracht.
Page 38 - Curias et Floreta, Pyramus et Thisbe: sunt in vernaculas linguas transfusi ex latino quidam, velut infacetissimae facetiae Poggii, Euryalus et Lucretia, Centum fabulae Boccatii...
Page 40 - Grenze bringen würde, so wie er prophezeite, daß man diese Volksgeschichten mit der Zeit den Bauern so gut mit Gewalt wegnehmen würde, wie das Schießgewehr.
Page 33 - ... selbst die Natur geschlagen: alles ist nicht verloren für die Spätesten, es ist ein Vermächtnis, das die Zeiten einander überliefern. Jede junge Zeit, wenn sie geboren wird, findet ihre Wiege mit den Gaben umstellt, die die Weisen aus dem Morgen und dem Mittag und dem Abendlande ihr gebracht; der Lebensgeist der nur im Besten kräftig wohnt, bewahrt auch eben das Beste nur vor dem Verderben, wie nur geistreicher Wein den...
Page 38 - Coelestina laena, nequitiarum parens, carcer amorum: in Gallia Lancilotus a lacu, Paris et Vienna, Ponthus et Sydonia, Petrus Provincialis et et Magvelona, Melusina, domina inexorabilis: in hac Belgica Florius, et Albus flos, Leonella, et Cana morus, Curias et Floreta, Pyramus et Thisbe...

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