Die territoriale entwicklung der europäischen kolonien: Mit einem kolonialgeschichtlichen atlas von 12 karten und 40 kärchen im text

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J. Perthes, 1906 - Colonization - 344 pages
 

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Page 270 - Die Signatarmächte der gegenwärtigen Akte anerkennen die Verpflichtung, in den von ihnen an den Küsten des afrikanischen Kontinents besetzten Gebieten das Vorhandensein einer Obrigkeit zu sichern, welche hinreicht, um erworbene Rechte und, gegebenenfalls, die Handels- und Durchgangsfreiheit unter den Bedingungen, welche für letztere vereinbart worden, zu schützen.
Page 270 - Diejenige Macht, welche in Zukunft von einem Gebiete an der Küste des afrikanischen Festlandes, welches außerhalb ihrer gegenwärtigen Besitzungen liegt, Besitz ergreift, oder welche, bisher ohne dergleichen Besitzungen, solche erwerben sollte, desgleichen auch die Macht, welche dort eine Schutzherrschaft übernimmt, wird den betreff enden Akt mit einer an die übrigen Signatarmächte der gegenwärtigen Akte gerichteten Anzeige begleiten, um dieselben in den Stand zu setzen, gegebenenfalls ihre...
Page 258 - Unsere Absicht ist, nicht Provinzen zu gründen, sondern kaufmännische Unternehmungen, aber in der höchsten Entwicklung...
Page iii - Kolonialstaaten , aber es fehlt eine allgemeine Geschichte der Kolonisation in chronologischer Reihenfolge und im weltgeschichtlichen Rahmen.
Page 152 - Stufen menschlicher Entwicklung die edlen Früchte der Unabhängigkeit sind. Man hat alles bei ihnen, sogar die unbedeutendsten Verrichtungen des häuslichen Lebens, der unabänderlichen Regel unterworfen, und so hat man sie gehorsam gemacht, zugleich aber auch verdummt.
Page 113 - daß seit der Entdeckung des Goldes in Brasilien der Verfall Portugals vorzüglich beginnt. Die leichte Art, womit manche in Brasilien in kurzer Zeit reich wurden, lockte viele Tausende tätige Menschen aus Portugal fort, man vernachlässigte sichtbarlich sein portugiesisches Eigentum und vertröstete sich auf die Zukunft, in Brasilien allen Verlust wieder ersetzen zu können.
Page 314 - Aber der Eigentumsbegriff des Privatrechts läßt sich nicht auf das Völkerleben übertragen. Hier gibt es keine Fideikommisse, und auch von Grund und Boden gilt das Dichtcrwort, daß nur der ihn verdient, der sich ihn täglich von neuem erobert. Die Rothäute, die Australier, die Hottentotten, die Maori waren Verschwender, die in den Tag hineinlebten und die Reichtümer ihres Landes brach liegen ließen. Wenn sie von fleißigen Völkern verdrängt wurden, so geschah ihnen nur, was wir auch bei...
Page 184 - William -Sund war, auszufechten. Er siegte, unterstützt von der Regierung, die ihn ermächtigte, in beliebigen Gegenden von Alaska Niederlassungen zu gründen, in deren Umkreis von 500 Werst keine anderen Händler zugelassen werden sollten. Noch suchte Lebedew einige Zeit seine Selbständigkeit zu erhalten, aber die drohende Erschöpfung des Wildstandes brachte auch ihn zur Einsicht, daß nur eine einheitliche Organisation den Pelzliandel retten könne.
Page 73 - den ersten Rang unter den seefahrenden Nationen. Als Kolonialmacht aber treten sie seit dieser Zeit in dasselbe Stadium wie Spanien und Portugal. Allen dreien sind gewisse Bezirke angewiesen, sie bauen innerhalb derselben ihren Besitz aus, sie erweitern auch ihre Grenzen, aber sie nehmen nicht mehr teil an der Kolonisation der übrigen Erde. Hier sind fortan England und Frankreich die treibenden Kräfte
Page 185 - Neuarchangelsk, weil dies der zivilisierten Welt näher lag. Mit Eifer wirkte er für seine kolonisatorischen Aufgaben, baute Schiffe und eröffnete den Seehandel mit den ostasiatischen Häfen, fand aber wenig Dank. 1818 wurde er abberufen und starb 1819 auf der Heimreise. Das Hauptgebiet der Kompagnie war die Südküste Alaskas von den Alöuten bis Sitka.

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