Historisch-politische blätter für das katholische Deutschland, Volume 46

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Guido Görres, Georg Maria von Jochner, George Phillips
In commission der Literarisch-artistischen anstalt, 1860 - History
 

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Page 665 - Diese wie ganz durchgeistigte, leicht dahinschwebende, bis zur Unkörperlichkeit zarte Gestalt hatte etwas Fremdartiges, Elfenhaftes; sie war fast wie ein Gebilde aus einem Märchen. Die auffallend breite, hohe und ausgebildete Stirn war umgeben mit einer ungewöhnlich reichen Fülle hellblonden Haares, das zu einer hohen Krone aufgewunden auf dem Scheitel befestigt war. Die Nase war lang, fein und scharf geschnitten. Auffallend schön war der zierliche, kleine Mund mit den beim Sprechen von Anmut...
Page 660 - Stirnen strichst du leise, Und aus den Richtern wurden sanfte Greise; Der Wellen Zucken ward ein lächelnd Winken, An jedem Zweige sah ich Tropfen blinken, Und jeder Tropfen schien ein Kämmerlein, Drin flimmerte der Heimatlampe Schein.
Page 659 - Mir war, als treibe hier ein Herz zum Hafen, Ein Herz, das übervoll von Glück und Leid Und Bildern seliger Vergangenheit. Das Dunkel stieg, die Schatten drangen ein Wo weilst du, weilst du denn, mein milder Schein? Sie drangen ein, wie sündige Gedanken, Des Firmamentes Woge schien zu schwanken, Verzittert war der Feuerfliege Funken, Längst die Phaläne an den Grund gesunken, Nur Bergeshäupter standen hart und nah, Ein düstrer Richterkreis, im Düster da.
Page 542 - Beilin (in Palästina) mit 200 Ducaten, am 18. Sept. ordiniert; starb am 16. Mai 1590 in Innsbruck, wohin ihn Ferdinand zum Landtage berufen hatte. — Seine Gegner, die er durch rücksichtslose Angriffe reizte, gefielen sich darin, ihn seines Handwerks wegen zu schmähen und mehr zu verhöhnen, als zu widerlegen. Lucas Osiander gab ihm in der „Ableinung" 72 Schimpfnamen, die Nasus im „Vortrab" mit der Bemerkung zusammenstellt, er fahre darüber nicht aus der Haut; „o nein!
Page 665 - ... zumeist etwas vorgebeugt, als ob es der zarten Gestalt schwer werde, ihn zu tragen, oder wegen der Gewohnheit, ihr kurzsichtiges Auge ganz dicht auf die Gegenstände zu senken. Zuweilen aber hob sie den Kopf, um ganz aufrecht Den zu fixieren, der vor ihr stand; und namentlich dann, wenn sie...
Page 935 - nicht christlich, noch billig, viel weniger vor dem Allmächtigen verantwortlich ist, daß so viele unschuldige Menschen mit Verlust Leibes und Gutes, auch aller zeitlichen Wohlfahrt in das äußerste Elend gestürzt, und die Soldaten des Königs nutzlos geopfert werden...
Page 665 - Anmut umlagerten Lippen und feinen Perlenzähnen. Der ganze Kopf aber war zumeist etwas vorgebeugt, als ob es der zarten Gestalt schwer werde, ihn zu tragen; oder wegen der Gewohnheit, ihr kurzsichtiges Auge ganz dicht auf die Gegenstände zu senken.
Page 661 - Selbstgespräche beginnen, und, die Welt um sich her vergessend, wie eine Verzückte alle Symptome der unglaublichsten Aufregung an den Tag legen konnte.
Page 359 - Alle jene Kräfte, physische wie moralische, bilden in Rußland ein ungeheures Maschinenwerk, das auf die einfachste, zweckmäßigste Art konstruiert ist und von der Hand eines Menschen, des russischen Zaren, gelenkt wird: Er setzt es in jedem Augenblick durch eine Bewegung in Gang, Er gibt ihm jede beliebige Richtung, jede beliebige Geschwindigkeit. Und lassen wir nicht außer acht, daß das, was wir Maschine genannt haben, nicht bloß mechanisch sich bewegt. Nein, diese Maschine ist beseelt, von...
Page 585 - Ich habe gesehen mit diesen Augen, da ich bei meinem vierzehnten Iahr zu Magdeburg in die Schule ging, einen Fürsten, von Anhalt nämlich, des Dompropsts...

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