Schriften im schwäbischen dialekte: Gesammelt und mit einer vorrede versehen von Sixt Bachmann

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in der Stettin'sche buchhandlung, 1826 - 307 pages
 

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Page vii - Einfalle standen ihm immer zu Geboth. Er sprach aus dem Stegreife die schönsten Verse her, besonders in lateinischer Sprache. Die Regeln der damaligen deutschen Sprache waren ihm ganz eigen ; aber darneben konnte .er sich im schwäbischen Dialekte so stark und genau ausdrücken, dasz ihn der derbste schwäbische Bauer nicht übertraf.
Page xvii - och vor dem Mittagessen bey ihm im Zimmer. Er sagte ganz heiter , daß er nicht lange mehr leben werde , und zum letzten Abdruck ganz vorbereitet sey. „Wann ich gestorben bin...
Page 29 - Jo, Odam, dees ben i, i moi's!" [ich mein's].7 Und nach einer kurzen Erklärung Gottvaters, wie er sie aus der Rippe geschnitzt habe, beginnt sie alsbald einen Streit, wer wohl aus besserem Stoff sei: I komm doch ussam weissa Boi', hübsch, wacker und ganz g'schmeidig. Du bischt us Leatta nu alloi', gealt, gealt!
Page vii - Stücke, pflegte der Verfasser ganz allein aufzuführen, indem er nur eine Geige in der Hand hielt und sich zu den Arien — die er nach eigener Komposition sang — akkom, pagnierte, den übrigen Text aber deklamierte.
Page viii - Beifalle aufgenommen, sondern auch die darüber geäußerten Kritiken als schief und unklug erklärt, weil Sailer ja in seinem lateinischen Prolog zureichend dem Zuhörer den Gesichtspunkt zeigt, aus welchem die Sache betrachtet werden...
Page 49 - ... a Frau. Rohm aneamma, Butter rüahra, d'Schlüsselballa a mar füahra, und darnoh zum Lau d'Moischterschaft itt hau. A anders Mittel schaffat doch, und machat's itt so herb. Deand mih doh itt gar unters Joch, daß ih itt ganz verderb. Henna greifa, Heala koppa, Enta, Gäus und Dauba schoppa, und darnoh zum Lau d'Moischterschaft itt hau.
Page v - Schwaben. Er las die griechischen Klassiker, die besten französischen und italienischen Werke im Originale; er war in den orientalischen Sprachen nicht unbewandert, und im Spanischen hatte er es ziemlich weit ge, bracht. Er stand mit vielen gelehrten Männern des In, und Auslandes im Briefwechsel, und man fand nach seinem Tode eine große Menge Briefe, die in allen Sprachen, derer er mächtig war, an ihn geschrieben waren.
Page xi - Schwaben nicht alle so dumm sind, wie man bei uns in Franken dafür hielt. Sailer entgegnete : Und ich bin gänzlich überzeugt, daß die Franken nicht so grob sind, wie man bei uns in Schwaben dafür hielt.
Page 49 - Schnittle macha, Nudla schupfa, Erbes und Fasola schtupfa, und darnoh zum Lau d'Moischterschaft itt hau. Ih hätt schier g'sait, dar Tuifel holl!
Page 273 - Aellas wollfel, niea noitz duir soll maih sai in euser Schuir. Butter, Zieger, Mill und Schmalz soll ma g'nua hau neabam Salz» Muskaziela, und Zibeba soll ma mier itt so aufheba.

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