Geschichten des Kantons St. Gallen, Volume 4

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1830
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Page 54 - ... lag, eine Seelenmesse, erteilte ihm die letzte Wegzehrung, legte ihm den Siechenmantel um und gab ihm die Klappern in die Hände; las dann ihm diese Verhaltungsbefehle vor: Nie sollte er das Siechenhaus wieder verlassen, nie eine Kirche, einen Marktplatz, ein Wirts- oder Badhaus betreten, nie barfuß gehen, nie ab einem Brunnen trinken, nie ohne Handschuh eine Lehne oder irgend etwas berühren und alle ihm Begegnenden zeitlich von seinem Zustande mit Zusammenschlagen der Klappern warnen. Nach...
Page 54 - ... betreten, nie barfuß gehen, nie ab einem Brunnen trinken, nie ohne Handschuh eine Lehne oder irgend etwas berühren und alle ihm Begegnenden zeitlich von seinem Zustande mit Zusammenschlagen der Klappern warnen. Nach diesem wurde er auf den Kirchhof geführt, wo er in ein eröffnetes Grab hinabstieg, dreimal vom Pfarrer mit Erde beworfen und nach seinem Heraufsteigen in einer Prozession in das Siechenhaus begleitet wurde, wo ihm der Pfarrer den nach solcher Behandlung sehr nötigen Seelentrost,...
Page 2 - Es wäre weit besser gethan gewesen, wenn ich mir blos Gelehrte oder doch Belesene als meine Leser gedacht und dem zu Folge den Vortrag mehr gehoben/ gelehrte Bemerkungen anzubringen weniger gespart und die überrheinische Geschichte mehr berührt hätte.
Page 19 - ... Irländer, von denen oben ist gesagt worden, dass sie Bücher mit sich brachten, schrieben auch solche in St. Gallen, wo noch einige, nebst mehreren schottisch geschriebenen Bruchstücken gezeigt werden. Diese auch von der römischen abstammende besondere Schriftart wird sonst die angelsächsische genannt, in St. Gallen trug sie aber seit tausend Jahren den Namen der schottischen.
Page 1 - Die Schweizer gefielen sich darin / sich die frommen Eidgenossen zu nennen. Von einer solchen vorzüglichen Frömmigkeit wird aber da nicht viel und sogar weniger als bei den Nachbarn angetroffen.
Page 53 - Krauken als eine Leiche, holte mit Prozession ihn in seinem Hause ab/ begleitete ihn in die Kirche, hielt da ») An welchem Tage einen Harnisch umzuschnallen allgemein für eine Griluelthat gehalten wurde. Tafelrunde V, 1ZZ7».
Page 54 - Grab hinab stieg, dreimal vom Pfarrer mit Erde beworfen und nach seinem Heraufsteigen in einer Prozession in das SiechenhauS begleitet wurde, wo ihm der Pfarrer den nach solcher Behandlung sehr nöthigen Seelcntrost, ein Almosen, wenn er es bedurfte , und das Weihwasser gab «) und sich mit der Prozession zurückzog.
Page 30 - Da nach dem Drucke dieses TheileS das Studium der altteutschen Sprache erst ») Nimlich all...
Page 53 - Ceremonie eingeprägt wurde. Denn nachdem der Aussatz erwiesen war, behandelte der Pfarrer den...

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