Faust: Der Tragödie, Volume 2

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Library of Alexandria, 1953 - 185 pages
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Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten, Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.

Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?

Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?

Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten, Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;

Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.

Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage, Und manche liebe Schatten steigen auf;

Gleich einer alten, halbverklungnen Sage Kommt erste Lieb und Freundschaft mit herauf;

Der Schmerz wird neu, es wiederholt die Klage Des Lebens labyrinthisch irren Lauf, Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden Vom Glück getäuscht, vor mir hinweggeschwunden.

Sie hören nicht die folgenden Gesänge, Die Seelen, denen ich die ersten sang;

Zerstoben ist das freundliche Gedränge, Verklungen, ach! der erste Widerklang.

Mein Lied ertönt der unbekannten Menge, Ihr Beifall selbst macht meinem Herzen bang, Und was sich sonst an meinem Lied erfreuet, Wenn es noch lebt, irrt in der Welt zerstreuet.

 

What people are saying - Write a review

Review: Faust I

User Review  - Melanie - Goodreads

Does it matter what I think about the greatest work of German literature? Read full review

Review: Faust I

User Review  - Isabell - Goodreads

Another book I had to read in school (like probably every single student in Germany) and at the time and didn't have much love for it (like probably every student having to read it). But since the play has grown on me and by now I quite like it. Read full review

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