Grundlagen der Bilanzpolitik

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GRIN Verlag, Oct 13, 2011 - Business & Economics - 19 pages
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In Finanzberichten können merkwürdige Dinge geschehen. Das Investmenthaus Morgan Stanley zum Beispiel hat im Zuge der Umfirmierung des Konzerns zu einer Großbank das Geschäftsjahr verschoben. Das alte endete im November 2008, das neue begann im Januar 2009. Der Dezember verschwand mitsamt den in diesem Monat verbuchten Schulden. Allianz und Commerzbank strichen gar den 3,9 Milliarden Euro schweren Verlust der Dresdner Bank aus dem Schlussquartal 2008. Die alte Eigentümerin Allianz konsolidierte die Dresdner Bank als Tochtergesellschaft nur bis August in ihrer Einkommensrechnung, die Commerzbank als neue Muttergesellschaft erst ab Januar 2009 (vgl. Kaiser (2009), S. 1). Die bewusste Gestaltung der Finanzberichte durch Wahlrechte und Ermessensspielräume ist für unternehmensexterne Adressaten indes wenig offenkundig. Das Hauptziel der vorliegenden Seminararbeit ist daher einen wissenschaftlich basierten Überblick über die Anreize von Unternehmen zu Bilanzpolitik zu liefern und aufzuzeigen, welche Schwierigkeiten sich dadurch für die Adressaten ergeben. Im nächsten Kapitel erfolgt zunächst eine detaillierte Auseinandersetzung mit der bilanzpolitischen Problemstellung aus informationsökonomischer Perspektive. Daran anschließend werden im dritten Abschnitt die Grundlagen der Bilanzpolitik, bestehend aus Begriffsdefinition, Abgrenzung zur Bilanzfälschung, bilanzpolitischem Instrumentarium und Systematisierung der mit Bilanzpolitik verfolgten Ziele, dargestellt. Diese beiden Themenabschnitte sollen dem Leser Erkenntnisse über bilanzpolitische Motive liefern und somit die Ursachen für die Anwendung von Bilanzpolitik aufzeigen. Kapitel vier beinhaltet eine kritische Analyse bedeutender statistischer Modelle und deren Anwendung in empirischen Untersuchungen. Das primäre Anliegen dieses Abschnitts ist es, der Forschungsfrage, wie Bilanzpolitik gemessen werden kann, nachzugehen und die Zweckmäßigkeit der Modelle diesbezüglich zu beurteilen. Im Vordergrund stehen die Modelle zu diskretionären Periodenabgrenzungen und der Verteilung ausgewiesener Gewinne. Dass der bilanzpolitisch motivierten Gestaltung und Abbildung von Sachverhalten Grenzen gesetzt sind, wird in Kapitel fünf nachgewiesen. Die Seminararbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und einem kurzen Ausblick auf die Folgen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für die Bilanzpolitik.
  

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3.2 Systematisierung 4.3 Empirische Erkenntnisse Aktien angrenzenden Intervalle Anreize Anteilseigner Ausmaß an Bilanzpolitik Ausmaß der buchmäßigen Begriff und bilanzpolitisches besteht betriebswirtschaftlichen Bewertungswahlrechte Bilanzfälschung bilanzpolitisch motivierte bilanzpolitische Maßnahmen bilanzpolitischen Instrumente bilanzpolitischen Problemstellung bilanzpolitischen Ziele bilanzpolitisches Instrumentarium bilanzpolitisches Verhalten Bilanzsumme BilMoG Börsengang buchmäßigen Bilanzpolitik Burgstahler/Dichev 1997 Commerzbank Dechow diskretionären Komponenten diskretionären Periodenabgrenzungen Dresdner Bank Earnings Earningsmanagement Einkommen Einkommensausweis Empirie zum Nachweis empirischen Untersuchungen erkennen und bereinigen erstes Teilproblem Finanzberichterstattung Fischer/Haller 1993 gesamten Periodenabgrenzungen Geschäftsfälle Gestaltung der Finanzberichte Grundlagen der Bilanzpolitik Grundmodell Healy Healy/Wahlen 1999 IFRS informationsökonomischer Informationspolitik Issue Journal of Accounting Kapitalmarkt Kapitel Lachnit management buyouts Manager McNichols 2000 Minimierung Modelle das Ausmaß Modelle der diskretionären Nachweis von Bilanzpolitik nicht-diskretionären Periodenabgrenzungen normalen Periodenabgrenzungen Opportunistic Accrual Management Periode Pourciau praktische Relevanz Problemstellung aus informations Rahmen realer Bilanzpolitik Rechnungslegung Sachverhaltsgestaltungen sehen Wagenhofer/Ewert Situation des Unternehmens Szczesny Umsatzerlöse Umsatzveränderung Unternehmen bzw unternehmensexterne Adressaten Unternehmensrechnung Vergleichbarkeit der Finanzberichte Verteilung Vorgehensweise Wagenhofer/Ewert 2007 Wahlrechte und Ermessensspielräume

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