Nietzsche's Werke, Volume 11

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Druck und Verlag von C. G. Naumann, 1901
 

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Popular passages

Page 206 - Der Intellekt ist das Werkzeug unserer Triebe und nichts mehr, er wird nie frei. Er schärft sich im Kampf der verschiedenen Triebe, und verfeinert die Thätigkeit jedes einzelnen Triebes dadurch.
Page 157 - Vorgestern gegen Abend," schreibt er schon in den siebziger Jahren, „war ich ganz in Claude Lorrainsche Entzückungen untergetaucht und brach endlich in langes, heftiges Weinen aus. Daß ich dies noch erleben durfte ! Ich hatte nicht gewußt, daß die Erde dies zeige und meinte, die guten Maler hätten es erfunden.
Page 157 - Nicht das ist das Kunststück, ein Fest zu veranstalten, sondern solche zu finden, welche sich an ihm freuen.
Page 114 - Was Goethe bei Heinrich von Kleist empfand, war sein Gefühl des Tragischen, von dem er sich abwandte: 328 es war die unheilbare Seite der Natur. Er selbst war konziliant und heilbar.
Page 175 - Ich meinte, das Wissen tödte die Kraft, den Instinkt, es lasse kein Handeln aus sich wachsen. Wahr ist nur, daß einem neuen Wissen zunächst kein eingeübter Mechanismus zu Gebote steht, noch weniger eine angenehme leidenschaftliche Gewöhnung!
Page 259 - Der geschlechtliche Reiz im Aufsteigen unterhält eine Spannung, welche sich im Gefühle der Macht entladet: herrschen wollen — ein Zeichen der sinnlichsten Menschen, der schwindende Hang des Geschlechtstriebes zeigt sich im Nachlassen des Durstes nach Macht...
Page 328 - Christenthum hat im Katholizismus eine Form gefunden, bei der das römische Element zum Übergewicht gekommen ist: und im Protestantismus eine andere, bei der das jüdische Element vorherrscht. Dies liegt nicht daran, daß die Germanen, die Träger der protestantischen Gesinnung, den Juden...
Page 196 - Was Dasein hat, kann nicht zum Dasein wollen; was kein Dasein hat, kann es auch nicht. Also giebt es keinen „Willen zum Dasein".
Page 187 - Zuletzt begreifen wir: ein Ding ist eine Summe von Erregungen in uns: weil wir aber nichts Festes sind, ist ein Ding auch keine feste Summe.
Page 152 - Philologie ist die Kunst, in einer Zeit, welche zu viel liest, lesen zu lernen und zu lehren. Allein der Philologe liest langsam und denkt über sechs Zeilen eine halbe Stunde nach. Nicht sein Resultat, sondern diese seine Gewöhnung ist sein Verdienst.

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