Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, Volume 27; Volume 49

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Westermann, 1872 - Languages, Modern
Vols. for 1858- include "Sitzungen der Berliner Gesellschaft für das Studium der neueren Sprachen."
 

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Popular passages

Page 369 - Jetzt, da sich eine Weltliteratur einleitet, hat, genau besehen, der Deutsche am meisten zu verlieren; er wird wohl tun, dieser Warnung nachzudenken.
Page 370 - Vieles hab ich versucht: gezeichnet, in Kupfer gestochen, öl gemalt, in Ton hab ich auch manches gedruckt, Unbeständig jedoch, und nichts gelernt noch geleistet; Nur ein einzig Talent bracht ich der Meisterschaft nah: Deutsch zu schreiben!
Page 384 - Die Muttersprache zugleich reinigen und bereichern ist das Geschäft der besten Köpfe ; Reinigung ohne Bereicherung erweist sich öfters geistlos: denn es ist nichts bequemer als von dem Inhalt absehen , und auf den Ausdruck passen. Der geistreiche Mensch knetet seinen Wortstoff, ohne sich zu bekümmern aus was für Elementen er bestehe; der geistlose hat gut rein sprechen, da er nichts zu sagen hat.
Page 384 - Es gibt gar viele Arten von Reinigung und Bereicherung, die eigentlich alle zusammengreifen müssen, wenn die Sprache lebendig wachsen soll. Poesie und leidenschaftliche Rede sind die einzigen Quellen, aus denen dieses Leben hervordringt, und sollten sie in ihrer Heftigkeit auch etwas Bergschutt mitführen, er setzt sich zu Boden und die reine Welle fließt darüber her.
Page 273 - The Husband must enter The hostile life ; With struggle and strife, To plant or to watch, To snare or to snatch, To pray and importune, Must wager and venture And hunt down his fortune...
Page 375 - ... wie wenn tagelang feine, dichte flocken vom himmel nieder fallen, bald die ganze gegend in unermeßlichem schnee zugedeckt liegt, werde ich von der masse aus allen ecken und ritzen auf mich andringender Wörter gleichsam eingeschneit, zuweilen möchte ich mich erheben und alles wieder abschütteln, aber die rechte besinnung bleibt dann nicht aus.
Page 264 - Das sollst du am Kreuze bereuen." „Ich bin", spricht jener, „zu sterben bereit Und bitte nicht um mein Leben; Doch willst du Gnade mir geben, Ich flehe dich um drei Tage Zeit, Bis ich die Schwester dem Gatten...
Page 388 - In der Abfassung der Verordnungen thun wir es wohl unseren Altvordern nicht gleich. Schon Savigny bemerkt in seiner Abhandlung vom Beruf unserer Zeit für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft betreffs der Sprache: „Ich glaube, wir sind in diesem Stücke noch in neueren Zeiten rückwärts gegangen ; ich kenne aus dem 18. Jahrhundert kein Deutsches Gesetz, welches in Ernst und Kraft des Ausdrucks mit der peinlichen Gerichtsordnung Karls des V. verglichen werden könnte.
Page 260 - Windet zum Kranze die goldenen Aehren, Flechtet auch blaue Cyanen hinein! Freude soll jedes Auge verklären, Denn die Königin ziehet ein, Die uns die süße Heimat gegeben, Die den Menschen zum Menschen gesellt. Unser Gesang soll sie festlich erheben, Die beglückende Mutter der Welt! Der Wmg des PclyKratcs. Er stand auf seines Daches Zinnen, Er schaute mit vergnügten Sinnen Auf das beherrschte Samos hin. „Dies alles ist mir unterthänig...
Page 281 - An der Quelle saß der Knabe, Blumen wand er sich zum Kranz, Und er sah sie, fortgerissen, , Treiben in der Wellen Tanz. ' Und so fliehen meine Tage, ! Wie die Quelle, rastlos hin ! ! Und so bleichet meine Iugend, l Wie die Kränze schnell verblühn.

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