Schriften ..., Volumes 11-15

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Popular passages

Page 289 - ... erblich überkommen ist — eine wirkliche Hyperästhesie des Ohres existiert; auf alle Fälle aber sind die gewaltigen Unterschiede in der musikalischen Begabung nicht durch die Unterschiede in der Tonempfindlichkeit erklärt. Wir werden später bei Besprechung der „Anschauungstypen" sehen, in welcher Richtung wir die wahre sinnliche Grundlage des musikalischen Typus zu suchen haben. IV. Kapitel. Anschauungstypen. Weit wichtiger als die Feinheit der Sinnesempfindlichkeit ist für die individuelle...
Page 253 - Sie phantasieren und träumen in den lebhaftesten optischen Bildern; sie beachten und behalten besonders leicht Farben, Formen, Gesichter, sie reproduzieren Sprachliches vorwiegend mit Hilfe der Schriftbilder, ja, sie bauen sich überhaupt ihre Vorstellungswelt zum großen Teil aus optischen Elementen auf".
Page 175 - gleich", stärker", usf unmittelbar nach der Perzeption des zweiten Reizes zu erfolgen" („Aussichten der experimentellen Psychologie", Philos. Monatsh. Bd. 30 S. 282), so haben wir gegen den Inhalt dieser Bemerkung nichts einzuwenden, wohl aber gegen ihre Nutzanwendung. Wohl ist ein grosser Unterschied zwischen wirklichen...
Page 393 - Zusatz betriift, so bemerke ich, dass die Mannigfaltigkeit der Gefühle mit der Mannigfaltigkeit der Empfindungen doch nicht eigentlich verglichen werden kann, da sie beide unendlich gross sind. Die oben gegebene allgemeine Antwort auf die Frage, was Gefühle seien, war eine phänomenologische. Ich beantworte jetzt gleich auch, ebenso allgemein, die Frage, welche psychologische Thatbestände es sind, als deren begleitende Phänomene oder unmittelbare Bewusstseinssymptome wir die Gefühle zu betrachten...
Page 329 - Auf der Erde sah er eine Sache, die er für ein blankes Messer hielt; mit tiefem Ernst hob er es auf, um es ausserhalb der Laube zu betrachten." Und: „Auf der Erde lag neben mancher anderen Sache das Messer, mit dem Ernst in der Laube geschnitzt hatte." Den Anregungen Binet's folgend, hat Emily Sharp2) eine ähnliches Verfahren eingeschlagen, um die konstruktive Einbildungskraft zu prüfen. Sie giebt auf, aus drei vorgelegten Substantiven oder Verben so viel Sätze wie möglich zu bilden. Der verschiedene...
Page 328 - Intellektuelle geistige Tüchtigkeit besteht in der Erarbeitung eines irgendwie Wert und Bedeutung habenden Ganzen vermöge wechselseitiger Verknüpfung, Korrektur und Ergänzung der durch zahlreiche verschiedene Eindrücke nahe gelegten Assoziationen. Um dieses ihr Wesen kurz zu bezeichnen, will ich sagen, es bestehe im Kombinieren, die eigentliche Intelligenzthätigkeit sei Kombinationsthätigkeit." — Wenn man auch vielleicht meinen wollte, es sei das, was man geistige Tüchtigkeit nennt, nicht...
Page 258 - Betrachtung werden wir uns zu erinnern haben , wenn wir späterhin die sogenannten „mental teste" einer kritischen Würdigung unterziehen. drückbar, unklassifizierbar, inkommensurabel. In diesem Sinne ist das Individuum ein Grenzbegriff, dem die theoretische Forschung zwar zustreben, den sie aber nie erreichen kann ; es ist, so könnte man sagen, die Asymptote der Wissenschaft.
Page 364 - Stichprobe" der psychischen Energie zu besitzen: das Taktklopfen. Die Tempi, in denen ein Individuum zu verschiedenen Zeiten einen dreiteiligen Rhythmus klopft, geben ein Spiegelbild des Ablaufs seiner geistigen Frische; denn die psychische Energie des Menschen offenbart sich nicht nur in dem Ausmaass dessen, was ihm zu thun möglich, sondern auch dessen, was ihm zu thun natürlich und angemessen...
Page 2 - ... weiss oder nicht, ist selbstverständlich. 4) Überblicken wir demnach die bisher vorliegenden Gewichtsversuche, so sind es folgende : Die ersten sind die bereits erwähnten von EH Weber. Es folgten dann die überaus zahlreichen und mit geradezu mustergültiger Sorgfalt angestellten von G. Th. Fechner. „Während mehreren Jahren betrachtete ich es als eine Art täglicher Arbeit, ungefähr l Stunde lang Versuche (sc. mit gehobenen Gewichten) in diesem Interesse anzustellen und solche konsequent...
Page 357 - Kapitel. Das psychische Tempo. Das Wort Tempo ist in erster Linie ein musikalischer Ausdruck; es bezeichnet das adäquate Zeitmaass einer Tonfolge. Jede Melodie hat ihr Tempo, dh: es giebt eine Geschwindigkeit ihres Ablaufes, welche in ganz anderer Weise als irgend eine sonstige Geschwindigkeit geeignet ist, ihren inneren Gehalt zur ästhetischen Anschauung zu bringen. Hieraus ergiebt sich schon, dass das Tempo nicht nur ein objektives Melodie-, sondern stets auch ein subjektives Auffassungs-Tempo...

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