Gesammelte Schriften, Volume 1

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Breitkopf & Härtel, 1910
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Page 166 - Bürden liebend teilest, du, die ich frühe sucht' und fand. Und du, die gern sich mit ihr gattet, wie sie der Seele Sturm beschwört: Beschäftigung, die nie ermattet, die langsam schafft, doch nie zerstört, die zu dem Bau der Ewigkeiten zwar Sandkorn nur für Sandkorn reicht, doch von der großen Schuld der Zeiten, Minuten, Tage, Jahre streicht.
Page 38 - And dreams in their development have breath, And tears, and tortures, and the touch of joy ; They leave a weight upon our waking thoughts, They take a weight from off our waking toils, They do divide our being...
Page 13 - Wie neben mir der schwerstbedrückte Pilger Die Straße wallt', erschien mir allzuleicht: Betrat sein Fuß den weichen Grund der Wiesen, Der nackten Sohle sucht' ich Dorn und Stein; — Ließ Labung er am Quell den Mund genießen, Sog ich der Sonne heißes Glühen ein; — Wenn fromm zum Himmel er Gebete schickte, Vergoß mein Blut ich zu des Höchsten Preis; — Als das Hospiz die Wanderer erquickte, Die Glieder bettet' ich in Schnee und Eis: — Verschloss'nen Aug's, ihr Wunder nicht zu schauen,...
Page 38 - Zu ihr! Zu ihr! O führet mich zu ihr! Ha, jetzt erkenne ich sie wieder, die schöne Welt, der ich entrückt! Der Himmel blickt auf mich hernieder, die Fluren prangen reich geschmückt! Der Lenz mit tausend holden Klängen zog jubelnd in die Seele mir! In süßem, ungestümem Drängen ruft laut mein Herz: Zu ihr! Zu ihr!
Page 11 - Stets soll nur dir, nur dir mein Lied ertönen, gesungen laut sei nur dein Preis von mir! Dein süßer Reiz ist Quelle alles Schönen, und jedes holde Wunder stammt von dir.
Page 35 - Wonnen atm ich hier; kein Land der weiten Erde bietet Gleiches, was sie besitzt, scheint leicht entbehrlich dir. Doch ich aus diesen ros'gen Düften verlange nach des Waldes Lüften, nach unsres Himmels klarem Blau, nach unsrem frischen Grün der Au, nach unsrer Vöglein liebem Sange, nach unsrer Glocken trautem Klange: — Aus deinem Reiche muß ich fliehn, — o Königin, Göttin!
Page 97 - Tagen hab' ich zu Gott gefleht, des Herzens tiefstes Klagen ergoß ich in Gebet. Da drang aus meinem Stöhnen ein Laut so klagevoll, der zu gewalt'gem Tönen weit in die Lüfte schwoll: ich hört' ihn fern hin hallen, bis kaum mein Ohr er traf; mein Aug' ist zugefallen, ich sank in süßen Schlaf.
Page 9 - Des Durstes Brennen muß ich kühlen; Getrost leg' ich die Lippen an — In vollen Zügen trink' ich Wonnen, In die kein Zagen je sich mischt: Denn unversiegbar ist der Bronnen, Wie mein Verlangen nie erlischt. So, daß mein Sehnen ewig brenne, Lab' an dem Quell ich ewig mich: Und wisse, Wolfram, so erkenne Der Liebe wahrstes Wesen ich!
Page 10 - Was hast du Ärmster wohl genossen? Dein Leben war nicht liebereich, und was von Freuden dir entsprossen, das galt wohl wahrlich keinen Streich!
Page 97 - In lichter Waffen Scheine ein Ritter nahte da, so tugendlicher Reine ich keinen noch ersah. Ein golden Horn zur Hüften, gelehnet auf sein Schwert, so trat er aus den Lüften zu mir, der Recke werth.

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