Nach Amerika im dienste Friedrich Schillers: der völkerfreundschaft Gewidmet

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J.G. Cotta, 1906 - Germans - 170 pages
 

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Page 96 - ... starken Zufluß englischen Blutes echt von der Quelle hatten. Seit der Kolonialzeit haben wir niemals eine bedeutende Einwanderung von England selbst gehabt, während andererseits keine Nation den gewichtigen Einfluß einer starken Zuwanderung außer acht setzen kann, wie unser Land sie beständig aus Deutschland erhält. Diese Infusion deutschen Blutes in das amerikanische Leben ist ein wichtiger politischer und sozialer Faktor. Aus diesem Grunde sind die Amerikaner mit den Gewohnheiten und...
Page 94 - Schiller schrieb: ,Daß man uns in unseren Arbeiten verwechselt, ist mir sehr angenehm; es zeigt, daß wir immer mehr die Manier loswerden und ins allgemeine Gute übergehen. Und dann ist zu bedenken, daß wir eine schöne Breite einnehmen können, wenn wir mit einer Hand zusammenhalten und mit der anderen so weit ausreichen, als die Natur uns erlaubt hat/ — Ja, eine schöne Breite können die beiden edelsten Nationen einnehmen, wenn sie mit einer Hand zusammenhalten.
Page 26 - Auftritte wiederholen ; man wünschte den Amerikanern alles Glück und die Namen Franklin und Washington fingen an am politischen und kriegerischen Himmel zu glänzen und zu funkeln.
Page 118 - Wie Im Mittelalter das Lateinische, so Ist heute das Deutsche die Sprache der Gelehrsamkeit und Bildung, und kein Student kann auf diese Anspruch machen, wenn er das Deutsche nicht vollkommen beherrscht." Unser heutiges Schulwesen hat grosse Fortschritte aufzuweisen und darf sich mit Ausnahme der durch die leidige Gehaltsfrage erwachsenden übelstände dem der anderen leitenden Städte des Landes zur Seite stellen. Die Ziele der Elementarschulen weisen unter der gegenwärtigen Leitung mehr ins praktische...
Page 67 - Bedeutung sein, die Erbschaft des nationalen Dichters zu pflegen und damit die Erkenntnis von dem höheren Wert des idealen Besitzes unserer Nation zu kräftigen und zu beleben.
Page 122 - ... die Freistaaten anerkannte. Das freundschaftliche Verhältnis zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten ist wie ein Vermächtnis Friedrich des Großen seit jener Zeit von der preußischen Politik immer hochgehalten worden. Deutschland und Nordamerika gehören zu den Staaten, die so glüeklich sind, nicht nötig zu haben, sich in ihren gegenseitigen Beziehungen um etwas zu beneiden.
Page 84 - Wie würd' der Donner rollen gewaltig übers Meer, Für Deutschland eine Salve und für sein tapfres Heer! Vergessen ist ja alles, vergessen, jede Not, Vergessen jedes Urteil, ob es auch sprach: der Tod! Für dich, o Muttererde, du Land der Herrlichkeit, Auch deine fernen Söhne, sie stehen mit im Streit! Nicht Zeit ist's mehr für Worte! Gott grüße dich mein Land! Wie stehst du stolz im Streite, der jetzt so jäh entbrannt! Ein Feigling, der verzweifelt nur einen Augenblick! Hol' deine alte Größe...
Page 70 - Mich hält kein Band, mich fesselt keine Schranke, Frei schwing ich mich durch alle Räume fort, Mein unermeßlich Reich ist der Gedanke, Und mein geflügelt Werkzeug ist das Wort. Was sich bewegt im Himmel und auf Erden, Was die Natur tief im Verborgnen schafft, Muß mir entschleiert und entsiegelt werden, Denn nichts beschränkt die freie Dichterkraft, Doch Schönres find ich nichts, wie lang ich wähle, Als in der schönen Form - die schöne Seele.
Page 30 - Mit Rührung blicken wir auf das schwarzrotgoldene Band als das Symbol idealen und schmerzlichen Sehnens und Ringens nach der Einheit und Freiheit Deutschlands. Aber wir trauern nicht, sondern wir freuen uns über die Verdrängung von Schwarzrotgold durch eine andere lebenskräftigere und mächtigere Flagge, deren Farben, zusammengesetzt aus den Farben des Staates Friedrichs des Großen und der ruhmreichen deutschen Hansa, heute das vom ganzen...
Page 96 - ... 5 Millionen Deutschen zu formulieren, welche unser Land zu ihrer Heimat machten; mit ihnen sind einige Übel ebenso wie viel Gutes gekommen. Wir sprechen naturgemäß von unserer englischen Abstammung oder unserer engen Beziehung zu dem Elternlande; sie ist eng. und wir hoffen, daß sie in Zukunft nichts verliert, aber trotzdem müssen wir nicht vergessen, daß wir niemals einen starken Zufluß englischen Blutes echt von der Quelle hatten. Seit der Kolonialzeit haben wir niemals eine bedeutende...

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