Der Brieftaubensport: Taschenbuch für Brieftaubenzüchter und -Liebhaber

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Oskar Leiner, 1889 - Homing pigeons - 262 pages
 

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Page 111 - Taubenbestandes von 40 Stück : er beobachtete entweder genau, wohin dieselben flogen, oder er schlachtete von Zeit zu Zeit eine Taube und untersuchte sorgfältig den Inhalt des Kropfes. Auf diese Weise fand er, dass sich seine Tauben vom 24. November bis 17. Dezember, ferner vom 19 Dezember bis 14. Januar, also 48 Tage.
Page 113 - Stand der genannten Früchte auf den Umstand zurück, dass die Tauben neben dem Unkrautsamen auch die unbedeckt gebliebenen Saatkörner verzehrten; dieselben wären doch nur verspätet aufgegangen, kümmerlich gewachsen und hätten den anderen Pflanzen Licht und Bodennahrung in der Zeit ihrer wenn auch dürftigen Entwickelung fortgenommen. Heutzutage liegt die Sache insofern anders. als durch die immer mehr sich verbreitende Reihen- oder Drillsaat die Körner sofort mit Erde gedeckt werden.
Page 111 - ... theils zu Hause gefüttert, theils lebten sie von ausgefallenem Getreide, dem jedoch stets Unkrautsamen beigemischt waren. Unter diesen befanden sich solche, welche dem Landwirth oft noch weit lästiger sind als die Vogelwicke, nämlich Hederich und wilder Senf. Den erstern nehmen sie nur bei großem Hunger, den wilden Senf aber fressen sie massenhaft. Dazu kommen nun noch die Samen der Ampferarten, der Kornblume, der Ackerwinde, der Wucherblume...
Page 112 - S u eil durch das Zählen der Körner in den Kröpfen der geschlachteten Tauben. So fand er in dem Kröpfe einer am 16. Juli gegen Abend geschlachteten jungen Taube nicht weniger als 3582 Samen. Nimmt man an. dass etwa...
Page 112 - Noetua segetum, verschiedene Maden und sonstiges Getier. Wie massenhaft oft die Vogelwickensamen auf den Feldern liegen und von den Tauben dann auch verzehrt werden, bewies Stielt durch das Zählen der Körner in den Kröpfen der geschlachteten Tauben.
Page 113 - Lein grade auf solchen Feldern am schönsten standen, welche von den Tauben das ganze Jahr hindurch und besonders nach der Aussaat besucht wurden; die Landleute, welche Snell darauf aufmerksam machte, konnten die Thatsache nicht leugnen, wollten aber der Erklärung Snells nicht so ohne weiteres zustimmen. Der letztere führte den...
Page 111 - Iitterwicke noch unversehrt wieder. Auf diese Weise haben die Tauben in der Zeit des sogenannten TaubenHungers, dh in der Zeit vom Aufschießen der FrühlingSsaat bis zur Ernte, an den Vogelwicken ein willkommenes und reichliches Futter, von dem oft nach einem nassen Jahre sich in jeder kleinen Vertiefung...
Page 109 - Dieweil ein großer Mißbrauch vermerkt, indem die Personen, welche wenig oder gar nichts aussäen, viel Tauben halten und damit ihre Nachbarn auf ihren Neckern beschweren, so wollen wir, daß hinfürro auf eine Hufe Landes nicht mehr denn 8 Paar Tauben gehalten werden sollen; welche aber keine halbe Hufe Landes im Felde haben, denen sollen Tauben zu halten nicht verstattet werden, bei Pön eines Malters Hafer, welches der Gerichtsherr jedes Ortes von den Verbrechern einbringen soll.
Page 113 - Büchlein erschienen ist. ähnlich und spricht sich gegen das Einsperren der Tauben zur Saatzeit ganz entschieden aus, empfiehlt dagegen, den Fang der Tauben während dieser Zeit frei zu geben. Auch die bekanntlich...
Page 111 - Körner unschwer entdecken lassen. Snell beobachtete, daß seine Tauben im Monat August die abgeernteten Weizenfelder verschmähten und mit Vorliebe die Roggenstoppel aufsuchten ; ein Jahr später, wo Klee auf demselben Felde stand, besuchten die Tauben fast ausschließlich täglich dasselbe und folgten der Sense, womit das tägliche...

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