Der Jesuitismus im Hausstande: ein Beitrag zur Frauenfrage

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Wedekind & Schwieger, 1873 - Women - 227 pages
 

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Page 156 - Für mich liegt der Anfang alles wahrhaften Fortschritts auf dem Gebiete der Frauenfrage im Stimmrecht der Frauen. Die Gesetze, bei denen sie am meisten interessiert sind, sind gegen sie, weil ohne sie.
Page 163 - Die guten deutschen Frauen placken sich damit ab, einige Verbesserungen an Mädchenschulen vorzuschlagen, kleine niedliche Fortbildungsanstalten zu errichten,« spottet Hedwig Dohm 18731). »Selbst aber, wenn eine durch glückliche Umstände begünstigte Fortbildungsanstalt . . . Treffliches leistete, so würde diese Wirkung eine rein lokale sein und die ganze Gesellschaft kaum berühren.
Page 12 - ... Geliebten. Daher die Romanschreiber die Helden ihres Kiels saufen, toben, duellieren und überall übernachten lassen, ohne den geringsten Nachteil der Helden. - Die Heldin hingegen muß zu Hause neben der Mutter sitzen und ein Engelein sein. Überhaupt sind sie so weich, so mild, so teilnehmend, so fein, so liebevoll und liebesehnsüchtig, daß es mir gar nicht in den Kopf •will, warum sie - einander selbst nicht recht leiden können...
Page 12 - CL] lieben ohne Gründe und Erwiderung, das würde man, wenn man es nicht an ihrer Kinderliebe sähe, aus ihrem Hassen merken, das ebenso stark und ohne Gründe fortfrißt, wie jene fortnährt. Gleich den Otaheitern, die so sanft und kindlich sind, und doch den Feind lebendig fressen, haben diese zarte Seelen wenigstens zu Feindinnen einen ähnlichen Appetit.
Page 42 - Die Anordnung der Art, wie das Kind erzogen werden soll, kommt hauptsächlich dem Vater zu.
Page 87 - Ich, Madame Schulz, glaube vom ganzen Herzen und mit allen meinen Kräften an mich und meine Küche, an meine Kinderstube und meinen Waschkeller, an meinen Trockenboden und meine Nähmaschine. Alles, was darüber ist, ist vom Übel. Ich glaube, daß wenn der liebe Gott eine Frau hätte, sie gerade so sein müßte wie ich. Ich glaube, daß die Dienstmädchen eine nichtswürdige und zu mißhandelnde Race sind. Jede Frau aber, die meine Unfehlbarkeit anzuzweifeln wagt...
Page 51 - Hausfrau versteht die Kunst, den Schinken oder die Wurst durch Plattdrücken in die Länge und Breite zu ziehen, nur sie liefert Miniatur-Zuckerstückchen, vor denen jede anständige Tasse Thee oder Kaffee erröthcn müßte.
Page 126 - Wir danken dir schön, unser lieber Bernhard"; aber noch mehr verwunderte man sich, als der verdrießliche Heilige die Worte des Apostels zurückbrummte: „Weiber schweigen in der Versammlung.
Page 11 - Ihr schweigt und wendet Euch ab. Ihr habt keine Ursache, Euch zu schämen. Man hat Euch von jeher gelehrt: Ihr sollt keine anderen Interessen haben, als Euren Mann und Eure Kinder! Was geht Euch ein ganzes Geschlecht, was geht Euch die Menschheit an!
Page 158 - Sind nicht die Männer stets die ersten zu behaupten, daß die Frauen andere Interessen haben, andere Geistes-, Seelen- und Körperbedürfnisse als sie die Männer?

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