Abhandlungen- Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Volume 9

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Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Kommission bei der C. H. Beck'schen Verlagsbuchhandlung, 1860
 

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Popular passages

Page 6 - Hat nun der Dichter an seiner Stelle seine Pflicht erfüllt, einen Knoten bedeutend geknüpft und würdig gelöst, so wird dann dasselbe in dem Geiste des Zuschauers vorgehen ; die Verwicklung wird ihn verwirren, die Auflösung aufklären, er aber um nichts gebessert nach Hause gehen: er würde vielmehr, wenn er...
Page 49 - Bessern sollen uns alle Gattungen der Poesie : es ist kläglich, wenn man dieses erst beweisen muß ; noch kläglicher ist es, wenn es Dichter gibt, die selbst daran zweifeln.
Page 46 - Religion vermögen dies allein ; Pietät und Pflicht müssen aufgeregt werden, und solche Erweckungen werden die Künste nur zufällig veranlassen. Was sie aber vermögen und wirken, das ist eine Milderung roher Sitten, welche aber gar bald in Weichlichkeit ausartet.
Page 6 - Er spricht ganz klar und richtig aus : wenn sie durch einen Verlauf von Mitleid und Furcht erregenden Mitteln durchgegangen, so müsse sie mit Ausgleichung, mit Versöhnung solcher Leidenschaften zuletzt auf dem Theater ihre Arbeit abschließen.
Page 8 - ... und auf die Bücherwelt insbesondere, wollte man glauben dass die Entscheidung einer so weit verzweigten und viel verhandelten Frage wie die vorliegende sich allgemeinerer Zustimmung werde getrösten können, so lange die Entscheidungsgründe blos logischer und methodischer Art bleiben. Wer so viel Interesse für die Sache mitbringt um ihrer Untersuchung zu folgen, hat meistens auch Interesse genug gehabt um sich schon früher auf eigene Hand eine Ansicht zu bilden ; für Fragen wie diese möchte...
Page 401 - Bildes Haupt war von feinem Golde, seine Brust und Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Erz, seine Schenkel waren Eisen, seine Füße waren eines Teils Eisen und eines Teils Ton.
Page 416 - Folge haben, denn da fielen wir wieder in die nothwendige, dh durch den bloßen Begriff bestimmte Bewegung zurück, wir werden nur sagen dürfen: es kann eine solche Folge haben, wenn es will, die Folge ist eine von seinem Willen abhängige).
Page 351 - At ex agricolis et viri fortissimi et milites strenuissimi gignuntur, maximeque pius quaestus stabilissimusque consequitur minimeque invidiosus, minimeque male cogitantes sunt qui in eo studio occupati sunt.
Page 407 - Will man einen Philosophen ehren, so muß man ihn da aussassen, wo er noch nicht zu den Folgen sortgegangen ist, in seinem Grundgedanken; denn in der weiteren Entwicklung kann er gegen seine eigne Absicht...
Page 403 - Das Denken geht über die Wissenschaft. Wir fühlen das Zufällige unseres Wissens, nicht dieses oder jenes, z. B. des sogenannten empirischen, sondern unseres Wissens überhaupt; denn z. B. auch das rein mathematische ist ja doch am Ende seinen Voraussetzungen nach ein zufälliges. Diese Zufälligkeit des Wissens schreibt sich davon her, dass es seinen Zusammenhang mit dem, was im Denken ist, verloren hat.

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