Lex mercatoria: Realität und Theorie

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V. Klostermann, 1995 - Commercial law - 318 pages
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Mit der Globalisierung der Markte und der fortschreitenden Internationalisierung der Unternehmensorganisation sprengt die Wirtschaft das von Rechtspartikularismus gepragte staatliche Ordnungssystem. Konkurrierende Geltungsanspruche staatlicher Rechtsordnungen, die zur regulatorischen Bewaltigung moderner transnationaler Gestaltungstypen nur noch bedingt tauglich sind, setzen den grenzuberschreitenden Wirtschaftsverkehr unkalkulierbaren okonomischen Risiken aus. Ihnen begegnet die Praxis mit der Abschirmung der internationalen Vertragsbeziehung vor nationaler Rechtszustandigkeit. Wie sich dieser Emanzipationsprozess von nationalem Recht im einzelnen vollzieht, analysiert dieses Buch. Es will damit eine empirische Antwort auf die theoretisch umstrittene Frage geben, ob ein autonomes transnationales Wirtschaftsrecht, eine dem mittelalterlichen universalen Kaufmannsrecht vergleichbare neue lex mercatoria, auch heute wieder existiert oder zumindest im Entstehen begriffen ist.

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