Jahrbücher für slawische Literatur, Kunst und Wissenschaft, Volume 1

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Page 222 - Deine rechte Hand soll dir verdorren, Die den mörderischen Pfeil entsendet! Aus der Stirn dein rechtes Auge springen, Das mein Herz zum blut'gen Ziel ersehen ! Nach dem Bruder quäle dich die Sehnsucht, Wie sie mich um meinen Bruder quälet ; Die mich Armen in der Welt umher treibt, Und mich heut
Page 220 - Blieb, bis er das ROSS besteigen konnte, ROSS besteigen und die Lanze führen ; Siehe, da entfloh auch er der Mutter, In das Waldgebirge zu den Räubern. Nenad befindet sich in den Bergen wohl und da er tapfer, weise und verständig, erwählen ihn die Hajduken zu ihrem Anführer. Allein nach Verlauf von drei Jahren erwacht in ihm die Sehnsucht nach der Mutter und er spricht zu den Gefährten: Ihr Gelahrten, meine theucrn Brüder! Herzlich sehn' ich mich nach meiner Mutter ; Lasset, Brüder, uns das...
Page 23 - Boden getreten', ,Wer da hat, dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird genommen' — daß das im Staat, namentlich in dem monarchischen, landesväterlich regierten Staat Anwendung finden könne...
Page 210 - Director sicher stete ein dankbares Andenken bewahren wird ; umsomehr, als nicht Seltenheit und Kostbarkeit überhaupt einzelne Stücke, wie viele der übrigen Pogodin'schen Sammlung, zu wirklichen Kleinodien, sondern und vorzüglich auch der Umstand, dass fast jedes Stück dem Russen entweder wegen einer historischen Erinnerung, oder wegen des Zusammenhanges mit vaterländischer Geschichte werthvoll ist, zu ächten Reliquien des russischen Nationallebens stempelt. Es ist fast kaum begreiflich, wie...
Page 183 - Liedern zusammengebracht, der sich noch jetzt handschriftlich im geheimen Archiv zu Königsberg befindet. Eine Frucht seiner hierauf bezüglichen Thätigkeit war das Werk: Dainos oder Litthauische Volkslieder, gesammelt, übersetzt und mit gegenüberstehendem Urtext herausgegeben von LJ Rhesa. Nebst einer Abhandlung über die litthauischen Volksgedichte. Königsberg 1825.
Page 204 - Künstler seine vollkommene Aufmerksamkeit zu schenken. .Als Gönner aller hervorragenden (Schriftsteller und Künstler seiner Zeit, hielt es Cosimo für unwürdig, einen so berühmten Meister an seinem Hofe zu vermissen. Er berief ihn aus Rom nach Florenz mit dem Anerbieten, daselbst während seiner Lebenszeit zu verbleiben; Clovio folgte zwar diesem Rufe nach Florenz, allein er blieb. da nur kurze Zeit, denn das Gefühl der Dankbarkeit gegen seinen Gönner Cardinal Farnese erlaubte ihm nicht, diesen...
Page 188 - Nationalität des Volkes selbst spricht. Die Dainos berühren fast nie die neueren jetzigen Verhältnisse des Volkes, sondern bewegen sich fast ohne Ausnahme in älteren, längst verschwundenen Situationen. Ich kann aus diesem Umstand nicht mit Rhesa auf ein enorm hohes Alter mancher Dainos...
Page 204 - ... verbleiben; Clovio folgte zwar diesem Rufe nach Florenz, allein er blieb da nur kurze Zeit, denn das Gefühl der Dankbarkeit gegen seinen Gönner Cardinal Farnese erlaubte ihm nicht, diesen bis an sein Lebensende zu verlassen. In Florenz malte Clovio für Herzog Cosimo I. unter ändern ein Kopfbild Christi im kleinen Masstabe nach einem alten Gemälde, das als das getreueste Abbild Christi galt, da es einst dem König von Jerusalem, Gottfried von Bouillon 'gehörte. Später malte er Christus...
Page 187 - Mutter geschäftig umhergeht, trauert die Tochter, dass sie die geliebte Mutter verlassen und in das Haus einer bösen Schwiegermutter einziehen soll, dabei aber sorgt sie zugleich, dass ihre Ausstattung, die vorher wegfahren wird, nicht beschädigt werde. Dieses Bild der abziehenden Tochter ist sehr häufig und in sehr uiannichfacher Gestalt bearbeitet worden; es darf uns das nicht verwundern, ist doch für jedes Mädchen der Schritt in den Ehestand der ernsteste, den es im Leben thut und der wohl...
Page 185 - ... leicht vorkommen. Daneben herrscht in den Dainos eine Zartheit und Innigkeit der Empfindung, über die wir um so mehr erstaunen, je mehr wir geneigt und gewohnt sind, die Sfäre, in welcher diese Lieder entstanden sind, im Allgemeinen als den Sitz plumper Rohheit anzusehen und zu bezeichnen. Der Heim ist der Daina fremd und wo er ausnahmsweise bei einzelnen Versen erscheint, da ist er zufällig, meistens veranlasst durch die gleichen Ausgänge der sehr beliebten Diminutivformen. Erscheint in...

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