Kostenorientierte Steuerung des Zivilprozesses: das deutsche, englische und amerikanische Prozesskostensystem im Vergleich

Cover
Mohr Siebeck, 2006 - 263 Seiten
0 Rezensionen
English summary: The implementation of the law in civil proceedings is largely a question of costs. Michael Breyer gives a systematic outline of the German, English and American model for the costs of litigation and analyzes their respective efficiency. In his analysis done on the basis of comparative law, he begins by dealing with the total costs to be paid by the parties in civil proceedings and by examining the allocation of these among the parties with the alternatives of a loser-pays rule and a liability for procedural misconduct. In conclusion, he analyzes the possibilities the parties have of availing themselves of a third party in order to finance and insure their proceedings. Since the German model proves to be very efficient, the author voices his support for a further development of the existing system. German description: Die Verwirklichung des Rechts im Zivilprozess ist weithin eine Frage der Kosten. Michael Breyer erarbeitet systematisch das deutsche Prozesskostenmodell, vergleicht es mit den eher deregulierten Alternativen des englischen und amerikanischen Zivilprozesses und analysiert Effizienz und Effektivitat des deutschen Regelungsansatzes. Er kommt zu dem Ergebnis, dass das deutsche Modell sehr leistungsstark ist und spricht sich fur eine Fortentwicklung des bestehenden Systems unter Beibehaltung der pragenden Elemente aus. In einer rechtsvergleichenden Analyse fragt er zunachst nach den von den Parteien des Zivilprozesses insgesamt zu tragenden Kosten. Der Autor erortert vor allem die unterschiedliche Bestimmung der Anwaltsvergutung: nach Streitwert in Deutschland, nach Zeitaufwand in den USA und in England. Anschliessend fragt er nach der Verteilung der Kosten zwischen den Parteien mit den Alternativen einer Unterliegenshaftung und einer Haftung fur prozessuales Verschulden. Schliesslich analysiert er die Moglichkeiten der Parteien, sich zur Finanzierung und Versicherung ihres Prozesses Dritter zu bedienen. Unterschieden werden steuerfinanzierte Angebote der offentlichen Hand (Prozesskostenhilfe, legal aid ) und von den Parteien finanzierte Angebote privater Unternehmen (Rechtsschutzversicherung, anwaltliches Erfolgshonorar, Prozessfinanzierung). Effizienz und Effektivitat werden an den Parametern Transaktionskosten, Zugang der Burger zu Gericht und Unabhangigkeit der Anwalte von Staat, Partei und sonstigen Dritten gemessen. Beim Transaktionskostenvergleich berucksichtigt der Autor gleichermassen die Kosten der offentlichen Hand fur die Einrichtung des Justizapparates und die Parteikosten.
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Inhalt

Einführung und Überblick zu den einzelnen
1
Erster Teil
9
Überblick zu den Vergütungsformen in der Prozesspraxis
22
b Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung der Schriftform
46
E Zusammenfassung
74
Zeugenentschädigung und Sachverständigenvergütung
81
Höhe von Vergütung und Entschädigung
84
Anspruchsumfang
91
Dritter Teil
163
c Zwischenergebnis
179
Zusammenfassung
192
Organisation der Leistungserbringung
200
Effizienz und Effektivität des deutschen
203
B Kosten der öffentlichen Hand
210
Tragende Elemente des deutschen
216
B Trennung von Rechtsberatung und Finanzdienstleistung
227

B Erstattung von Prämien für Finanzierung und Versicherung
100
B Erfolgsrisiko
107
Verschulden
134
Zusammenfassung
155

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2006)

Michael Breyer, Geboren 1976; Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg, Montpellier (D.E.U.G.) und an der Harvard Law School (LL.M.); 2005 Promotion; Rechtsreferendar in Dusseldorf.

Bibliografische Informationen