Die Republik Graubünden historisch-geographisch-statistisch dargestellt, Volume 2

Front Cover
bey Georg Christian Keil, 1799
0 Reviews
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 324 - Wäre es nicht billig, fiel mir dabei aufs Herz, daß ein Ieder, der Menschen zum Gefängniß verurtheilt, wenigstens Einen Tag im Iahre mit eigenen Ohren ihr Gewinsel, ihre himmelstürmende Klage vernehmen müßte, damit ihn nicht der todte Buchstabe des Gesetzes, sondern eigenes Gefühl und lebendiges Gewissen von der Rechtmäßigkeit seiner Urtheile überzeugte? Wir bedauern den unsittlichen Menschen, wenn die Natur ihn straft und physisches...
Page 273 - ... kommt, wer mit einem schwarz gemachten Gesichte oder einer schmutzigen Schürze in der Kirche erscheint oder zu Markte geht, wer das Gesangbuch vergisst, ohne Noth aus der Predigt und Kinderlehre bleibt. — Wer in der Kirche lacht oder schläft, bezahlt 3 Batzen. — Wer an einem Sonntag arbeitet oder tanzt oder sich betrinkt, bezahlt 4 Batzen. — Wer flucht oder schwört oder fremden Mädchen und Knaben nachzieht oder Vater und Mutter grob und unhöflich begegnet, wer über Bibel und Prädikanten...
Page 319 - Geist ruh' auf dir, glückliches Volk ! Bleib durch Genügsamkeit reich und groß durch Strenge der Sitten, Rauh sei wie Gletscher dein Mut, kalt, wenn Gefahr dich umblitzt, Fest wie Felsengebirge und stark wie der donnernde Rheinsturz, Würdig deiner Natur, würdig der Väter und frei ! FRIEDRICH MATTHISSON Der Alpenwanderer Des Wandrers Tritte wanken Auf schmaler Kieselbahn, Durch wildverschlungne Ranken, Den Fichtenberg hinan.
Page 319 - Strahl mühsam die Sonne durchwühlt. Lebet nun wohl, ihr Täler der Heimat ! Ihr heiligen Alpen ! Fernher tönt mein Gesang Segen und Frieden euch zu. Heil dir und dauernde Freiheit, du Land der Einfalt und Treue ! Deiner Befreier Geist ruh' auf dir, glückliches Volk ! Bleib...
Page 274 - Orte copuliren lassen, oder man sonst weiss, dass selbst aus entfernten Orten Brautleute durch ein Dorf passiren, so ziehen die Knaben eine Schnur und lassen sie ohne ein gutes Trinkgeld nicht durch. Fast jedes Dorf hat seinen oder mehrere Dichter. Fällt etwas Lächerliches oder Seltsames vor , gleich wird ein Spottlied verfertigt und abgesungen , und gemeiniglich folgt eine Antwort darauf, die eine Gegenantwort 410 erfordert.
Page 324 - ... Beraubung eines unveräußerlichen Gutes, über einen Menschen um der Sicherheit Aller willen verhängen muß, so bleibt zu entscheiden übrig, ob es nicht zwecklose Grausamkeit sey, das Leben durch ewige...
Page 273 - Wasser hohlt, bezahlt 2 Batzen. — Wer ungekämmt und ungewaschen nach 7 Uhr auf der Gasse, beym Brunnen oder im Felde erscheint, bezahlt 2 Batzen. — Ebenso wer mit ungeputzten Schuhen oder mit staubigten Kleidern in die Kirche kommt, wer mit einem schwarz gemachten Gesichte oder einer schmutzigen Schürze in der Kirche erscheint oder zu Markte geht, wer das Gesangbuch vergisst, ohne Noth aus der Predigt und Kinderlehre bleibt. — Wer in der Kirche lacht oder schläft, bezahlt 3 Batzen. — Wer...
Page 120 - Sei« des Schildes, und der Schwanz desselben auf der rechten Seite zum Vorschein, der Leib ist hinter dem Schilde versteckt. Ein Schwarzer, im Sprung begriffener, mit Schwanz, Bahrt und rückwärts gelehnten Hörnern versehener, mit dem hinderen linken Fuß noch auf dem Boden, rechts stehender Steindock im weißen Felde ist das Wappen des G ottohau st
Page 100 - Maaß. , - > Säumer, der, ein Mann der die Kaufmannsgüter mit^ Pferden über die Berge schaft. Saumroß, ein Pferd das zum Tragen der Güter gebraucht wird. Schiffend Gschirr — Acker
Page 102 - Weidlig. der, kleiner Kahn. Weder — statt als. Friede ist besser weder Krieg. Wuhr, das, eine Schutzwehr von Bäumen und schweren Steinen gegen fließende. Wasser. Ich hätte dieses Verzeichniß leicht um vieles verwehren können, aber ich besorge ohne dieß schon den Tadel meiner Leser. Die RomanscheSvrachek«m»unlcl,. i<!n«u,l°m«i,lcb» ist von reisenden Ausländern als eine sehr arme und uncultivine Sprache ausgeschrieen worden, allein mit Unrecht.

Bibliographic information