Dürers Briefe, Tagebücher und Reime: nebst einem Anhange von Zuschriften an und für Dürer

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Braumüller, 1872 - Artists - 250 pages
 

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Page 6 - Art, darum sei es nicht gut. Aber Giambellin, der hat mich vor vielen Edelleuten gar sehr gelobt. Er wollte gern etwas von mir haben und ist selber zu mir gekommen und hat mich gebeten, ich solle ihm etwas machen, er wolle es gut bezahlen. Und die Leute sagen mir alle, was er für ein rechtschaffener Mann sei, daß ich ihm ebenso gewogen bin. Er ist sehr alt und ist noch immer der beste in der Malerei.
Page 122 - Du bist doch ohnediess schon ein altes Männchen. Ich habe ja von dir gehört, dass du dir selbst nur noch zwei Jahre zugegeben habest, die du noch taugest, etwas zu thun. Lege dieselben wohl an, dem Evangelium und dem wahren christlichen Glauben zu Gute, und lasse dich denn hören! Dann werden, wie Christus sagt, der Hölle Pforten — der römische Stuhl — nichts wider dich vermögen. Und wenn du hienieden deinem Meister Christo ähnlich würdest und Schmach und Schande von den Lügnern in dieser...
Page 6 - Italienern, die mich warnen, daß ich mit ihren Malern ja nicht esse und trinke. Auch sind mir ihrer viele feind und machen mein Werk nach in den Kirchen und wo immer sie es bekommen mögen; nachher schelten sie es und sagen, es sei nicht antikischer Art, darum sei es nicht gut. Aber Giambellin, der hat mich vor vielen Edelleuten gar sehr gelobt. Er wollte...
Page 122 - Eraslomus von Rotterdam, wo willst du bleiben? Sieh! was vermag die ungerechte Tyrannei der weltlichen Gewalt, der Macht der Finsterniss?
Page 120 - ... wir diese deine Stimme erkennen, und keinem anderen Lockrufe folgen, der Menschenwahn ist, auf dass wir, Herr Jesu Christe, nimmer von dir weichen! Rufe die Schafe deiner Weide, die sich noch zum Theil in der römischen Kirche befinden, wieder zusammen mit sammt den Indianern, Moskowitten, Reussen und Griechen, die durch den Druck und Geiz der Päpste und durch falsche Scheinheiligkeit getrennt worden sind.
Page 90 - ... Welthandelspunkten begegnet. So hat er das damals seltene Glück, in Brüssel Dinge zu sehen, die man gerade dem König aus dem neuentdeckten Mexiko gebracht hatte. All die Goldsachen, Waffen, Kleider und ethnographischen Seltsamkeiten, die er zu Gesicht bekommt, veranlassen ihn zu der Mitteilung: „Ich habe all mein Lebtag nichts gesehen, das mein Herz so sehr erfreut hätte, wie diese Dinge, denn ich sah darunter wunderbare, kunstvolle Sachen, und verwunderte mich über die subtilen Ingenia...
Page 73 - wandte großen Fleiß auf seine Kinder, sie zur Ehre Gottes zu erziehen; denn sein höchster Wunsch war, daß er seine Kinder in Zucht wohl aufbrächte, damit sie Gott und den Menschen angenehm würden. Darum war seine tägliche Rede zu uns, daß wir Gott lieb haben sollten und treulich handeln gegen...
Page 122 - Leben eingehen und durch Christum verherrlicht werden. Denn so du aus dem Kelche trinkest, den er getrunken hat, so wirst du mit ihm regieren und richten mit Gerechtigkeit jene, die nicht redlich gehandelt haben. O Erasmus! halte dich zu uns, dass sich Gott deiner rühme, wie von David geschrieben steht, denn du kannst es vollbringen, und fürwahr! du kannst den Goliath fällen. Denn Gott steht bei der heiligen christlichen Kirche, wie ja unter den Römischen steht nach seinem göttlichen Willen.

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