Annalen der Physik und Chemie

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J.A. Barth., 1893 - Physics
 

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Page 390 - Maxwell's Gleichungen sagen aus, dass die Quanta bei allem Wechsel electrischer , magnetischer und ponderomotorischer Bewegungen unverändert bleiben, wenn sie auch nach seiner Deutung der Erscheinungen nur als Integrationsconstanten, nicht als reelle Substanzen anzusehen sind. Dass schliesst nicht aus, dass die Kräfte, die von diesen Ionen als ihren Centren ausgehend sich im Räume ausbreiten. bei eintretenden Lageänderungen der Molecule sich in solcher Art verändern, und im Räume fortschieben,...
Page 64 - Theorie, dass sehr rasche elektrische Schwingungen, wenn sie sich längs eines Drahtes fortpflanzen, auf dessen Oberfläche beschränkt bleiben; ferner, dass Wellen, deren Fortpflanzungsrichtung nicht wie im eben angeführten Falle parallel, sondern senkrecht zur Metalloberfläche steht (wie dies bei Lichtschwingungen der Fall ist, die senkrecht in Metall eindringen) innerhalb einer Wellenlänge bereits ganz enorm geschwächt werden. Aus dem letzteren Resultate folgt weiter, dass ächte Lichtschwingungen...
Page 399 - Roth hin höher, als auf der Seite gegen das Violett hin. Es zeigt dieses Verhalten also anomale Dispersion an für die neben dem Absorptionsstreifen sichtbar bleibenden Farben. Bei den farblos durchsichtigen Körpern, bei denen gewöhnlich die Brechungsverhältnisse untersucht worden sind, finden wir in dem sichtbaren Theile des Spectrums keine deutliche Absorption, diese kann nur jenseits der Grenzen desselben vorkommen. Der Verlauf der Curve der Brechungsverhältnisse, wie er der viel gebrauchten...
Page 87 - I pag. 497.) Wir wollen hier aber nur ein ganz specielles Beispiel in einer ganz directen Weise behandeln. In dem oben beschriebenen Medium sollen sich zwei gleichnamig geladene Körper befinden. Der erste derselben soll nur unendlich wenig von einer Kugel mit dem Mittelpunkte A und dem Radius Q, der zweite nur unendlich wenig von einer Kugel mit dem Mittelpunkt B und dem Radius q abweichen.
Page 390 - Ladungen von bestimmter Grosse an den Valenzstellen chemisch verbundener Ionen haften, die bald positiv, bald negativ sein können, aber überall dieselbe absolute Grosse für jede Valenzstelle eines jeden Atoms haben müssen. Obgleich diese Annahme die Elektricität wieder an einen substantiellen Träger heftet, so ist sie in keiner "Weise im Widerspruch mit Maxwell's mathematischer Formulirung seiner Theorie. Denn auch in dieser kommt die Möglichkeit unveränderlicher Ladung gewisser Volumenelemente...
Page 93 - ... Körpers durch Influenz. Man kann diese Modification auch dadurch entstanden denken, dass sich zur Aetherbewegung, welche ohne Anwesenheit des Leiters stattfinden würde, noch ein Ausströmen von Aether von der positiv influenzierten Seite des Körpers, ein Einströmen von der negativen superponiert, von der Beschaffenheit, dass dadurch die Aetherbewegung überall tangential zur Oberfläche des Körpers gemacht wird. Im Körper selbst ist nur ein ganz schwacher Strom, welcher die langsame Abnahme...
Page 389 - Theilchen nicht selbst elektrisch sind, wären diese Kräfte den Quadraten der elektrischen und magnetischen Momente des oscillirenden Aethers proportional, und also für negative Werthe derselben in Grosse und Richtung gleich denen für positive. Sie würden deshalb während jeder Schwingungsperiode zweimal ihren grössten und zweimal ihren kleinsten Werth erreichen, so dass sie in der Regel nicht Schwingungen von der Länge einer einfachen Periode hervorbringen oder unterstützen könnten. Nur...
Page 78 - Wir denken uns einen feinen, mit Masse und Trägheit (aber nicht mit Gewicht) begabten Stoff und nennen denselben Kürze halber den Aether. Er soll alle Körper und auch das sogenannte Vacuum durchdringen. Ob die Eigenschaften, welche wir demselben beilegen werden, durch eine Molekularstructur verwirklicht werden können, lassen wir dahingestellt und denken uns den Aether vorläufig als Continuum, ganz in demselben Sinne, wie Kirchhoff in den Kapiteln über Elasticitätslehre und Hydromechanik seiner...
Page 65 - Metallschichten ausserordentlich an Intensität verlieren. Die Wellen aber, welche Hertz auch in freier Luft erzeugt hat, und deren Wellenlänge nach Decimetern zählt, müssten nach Maxwell's Theorie durch das blosse Durchwandern eines Metallschirmes von a/io Millimeter, ja selbst einem Millimeter Dicke noch kaum erheblich geschwächt werden.
Page 88 - Volumen: ß = 4». da kl (4 n] die Dichte des Aethers nach dem Ausströmen ist. (Die Körper selbst können aus beliebiger ponderabler Masse bestehen, worin wir uns den Aether durch irgend welche Kräfte [chemische] beliebig verdichtet denken.) Die Masse des Aethers, womit der erste Körper geladen war, ist also: Dieselbe Grosse hat für den zweiten Körper den Werth: _*•_£ 4nC' Wir wollen nun die gesammte Kraft X suchen, welche auf den ersten Körper infolge des Aetherdruckes ausgeübt wird.

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