Studien zur griechischen und lateinischen Grammatik, herausg. von G. Curtius (K. Brugman).

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Page 119 - Wir Deutschen aspirieren vor Vocalen die Tenuis fast immer, wenn gleich nur schwach, so dass unser daran gewöhntes Ohr es gar nicht mehr bemerkt; es wird uns aber sogleich auffällig, wenn wir die reinen Tenues hören, welche die Slaven beim Deutschsprechen zu bilden pflegen. Vor einem tönenden Consonanten aspirieren wir bisweilen dadurch, dass wir mit dem Ton der Stimme erst einsetzen, wenn das eigene Geräusch des Consonanten bereits begonnen hat, so dass das erste Moment desselben tonlos ist;...
Page 118 - Wenn auf die Tenuis ein Vocal folgt, so kann man entweder unmittelbar nach Durchbrechung des Verschlusses die Stimmritze zum Tönen verengern, so dass der Ton der Stimme sofort anklingt, oder man kann damit zögern, so dass eine kurze Weile der Athem frei durch die offene Stimmritze zum offenen Mundcanal hinausfliefst und erst dann die Stimme einsetzt. Im ersteren Falle tönt die Tenuis rein, im zweiten aspiriert.
Page 119 - Bei den aspirierten th, ph, kh hört man, wie im Sanskrit, den Hauch nach der Muta. Doch ist im Ossetischen der sie begleitende Hauch so gering, dass man sie fast ganz den Tenues in unseren Sprachen gleichsetzen kann. Die entsprechenden k, p, t sind ausserordentlich hart und so hauchlos, dass man bei vorsichtiger Aussprache den folgenden Vocal davon getrennt hört.
Page 287 - Si wnquamfuii, quod nunc nnn est amplius, ie si recte dici potest fuisse, quod ita sui factum est dissimile, ut fuisse unquam vix credas."— Herm.
Page 145 - Studium cum initio volgarem dicendi consuetudinem occupasset, etiam eruditioribus ita pedetentim probatura est, ut denique in litterarum usum transferretur. Quamquam haec commoditatis et facilitatis ratio non prorsus planeque obtinuit. Cum enim per ipsas illas assimilationes et eiectiones facillime accidere posset, ut verborum origo et propria significatio obliteraretur, saepenumero perspicuitati ita consulere studebant, ut origine potius formarum respecta elegantiam atque euphoniam neglegerent....
Page 127 - Neugriechen bisweilen kx lautet, aber das wird schwer zu entscheiden sein, da p vor f so leicht verschwindet. Ist doch z. B. in Norddeutschland die Aussprache des pf so nachlässig, dass die Eingebornen oft das Plattdeutsche zu Rathe ziehen müssen, um sich zu erinnern, ob sie pf oder einfaches f zu schreiben haben.
Page 121 - ... interdum etiam duplicis consonantis vim habuisse ideoque affricatos illos sonos qui medium locum tenent inter simplices et duplices consonantes in lingua Graeca quondam revera auditos fuisse". Zuweilen scheint auch herr R. aus den äugen verloren zu haben, dafs sich ja die Streitfrage hauptsächlich dahin zuspitzt, nicht ob die aspiraten irgendwann einmal eine gewisse ausspracbe gehabt, sondern welche sie in der blütheperiode der griech.
Page 275 - Zeit für dig>3-oyyoi, da sicherlich nur ein einziger (р-Э-оууос in ihnen hörbar war. Leider herrscht dieselbe Unklarheit auch in den meisten das Neugriechische behandelnden Werken, wodurch namentlich die meisten Angaben über mundartliche in den verschiedenen Gegenden Griechenlands erhaltene Formen für die Sprachforschung so gut wie unbrauchbar werden. Sollen solche Mittheilungen Werth haben, so muss ein conséquentes System in der Wiedergabe des lebendigen Lauts beobachtet werden, ein...
Page 133 - Wurzel lif, die in ailifnan rein hervortritt, in laibos ihr f zu b geschwächt hat, und im ahd. ebenfalls p zeigt z. B. pilipun vgl. Graff 2, 47. Das f erweist sich aber bei der Wurzel lif als das ältere durch griechisch im etc. Somit steht der Annahme einer Wurzel dalf nichts entgegen. Lat. talpa (vgl. Curtius pag. 152) Maulwurf damit zusammenzubringen, so verlockend es auch dem Sinne nach wäre, verbieten die Lautgesetze.
Page 197 - ... Ita scilicet Aristophanes cotidianam suae aetatis dicendi rationem sequitur, ut in diverbiis admodum paucas constanter usurpet formas poéticas quae dicuntur, usitatissimas nimirum et diu in linguae Atticae copiam quasi adscitas ; peregrinis formis omnino non utatur — quantum equidem perlustrata earum formarum multitudine perspexerim — nisi cum iocosa quadarn poetarum epicorum lyricorum tragicorum imitatione. Apparet igitur primum si quae in tragoediis occurrunt voces antiquiores, eas non...

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