Das Violoncell und seine Geschichte

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Breitkopf und Härtel, 1889 - Cellists - 245 pages
 

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Popular passages

Page 37 - ... Instrument ab, das er als „eines der anmuthigsten" bezeichnet: das Baryton. Es ist dies eine Art Gambe (ein zwischen den Knien gehaltenes tiefes Streichinstrument), das Leopold Mozart folgendermaßen beschreibt: „Sein Hals ist sehr breit und dessen hinterer Theil hohl und offen, wo 9 oder auch 10 messingene und stählerne Seyten hinunter gehen, die mit dem Daumen berühret, und geknippet werden; also zwar, daß zu gleicher Zeit, als man mit dem Geigebogen auf den oben gespannten Darmseyten...
Page 17 - Was die Viola betrifft, so ist jetzt Niemand in Italien der sich auf derselben auszeichnet, und in Rom selbst wird sie sehr wenig kultivirt: Dies ist es, worüber ich sehr erstaunt bin, da sie ehedem einen Horatio von Parma*) . gehabt haben, welcher auf diesem Instrumente "Wunderbares geleistet und der Nachwelt vortreffliche Stücke hinterlassen hat, deren sich einige der Unsrigen mit Geschick auf anderen als den ihnen zukömmlichen Instrumenten bedienen. Der Vater des grofsen Italieners Ferabosco...
Page 15 - Leonora, meine Viola bei sich zu behalten und mich zu bitten, am nächsten Tage wiederzukommen; dies that ich, und da ich durch einen Freund benachrichtigt worden war, dass man gesagt, ich spiele einstudirte Sachen sehr gu.t, gab ich ihnen dieses zweite Mal so viel Arten von Präludien und Phantasien, dass sie mir wirklich noch mehr Anerkennung zu Theil werden liefsen, als das erste Mal.
Page 16 - ... fähig zeigt; und besonders für die Viola, welche an sich schon wegen der wenigen Saiten und der daraus folgenden Schwierigkeit, mehrstimmig zu spielen, undankbar ist, bedarf es eines eigenthümlichen Talentes, um sich durch das gegebene Thema inspiriren zu lassen, und in schönen Erfindungen so wie anmuthigen Figurationen zu ergehen.
Page 219 - Aus den angeführten Belegen geht klar hervor, daß von allen Gebieten der Kunst Theater und Musik am wenigsten Peters Anteilnahme zu erwecken vermochten. „Sein Interesse für Theater und Musik war wohl ein nur oberflächliches, mehr künstlich durch das Streben...
Page 16 - Mannichfaltigkeit, dass man sich sehr zufriedengestellt zeigte, und dass mich die Kardinale ersuchen liefsen, noch einmal nach dem Agnus Dei zu spielen. Ich schätzte mich sehr glücklich, einer so vornehmen Gesellschaft diesen kleinen Gefallen zu erweisen: man gab mir ein anderes, etwas heitereres Thema...
Page 219 - ... durch den Umstand nicht wesentlich gefördert worden zu sein, daß wenige Jahre vor seinem Tode „eine feinere und vollständigere, oder eigentliche Deutsche Kammer-Musik" auch an seinem Hofe aufkam, nämlich durch die Hauskapelle des an den russischen Hof geflüchteten Herzogs von Holstein-Gottorp.
Page 23 - Sâyten / welche man nur so fein nach der Ordnung / ohne daß sich die lincke Hand sonderlich bemühen darff / anschlagen kan. Weiter ist nichts besonders bey derselben zu erinnern.
Page 16 - Schätzung, wenn er sich jener Forderung nicht fähig zeigt ; und besonders für die Viola, welche an sich schon wegen der wenigen Saiten und der daraus folgenden Schwierigkeit, mehrstimmig zu spielen...
Page 37 - Viol di gambe gleicht, außer daß es hinten messinge Saiten hat, die zu gleicher Zeit mit dem Daumen gespielt werden müssen, ist immer im Staube gelegen und die musikalische Geschichte weist keinen vorzüglichen Künstler drin auf.

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