Deutsche Grammatik

Front Cover
Dieterichsche buchhandlung, 1837 - German language
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Popular passages

Page vi - Verwilderungen nicht ausgesetzt wurde, barbarei war es , daß die deutsche spräche zweimal aus ihrer fuge gerieth, wunderbarer tact , jedesmal wieder in der bahn geleise sich zurückzufinden, auf den neuen stellen ordneten sich die laute alsbald zur gewohnten harmonie, und nur einzelnes irrte ab und gieng verloren, wie die niederdeutsche mundart der zweiten lautverschiebung sich enthielt, erfuhren die romanischen sprachen ihre Wirkung überhaupt nicht, ein beweis minderer rührigkeit.
Page v - Sprache sich abspiegeln. Es sind zwei entgegengesetzte Grundzüge, welche deutsche Sinnesart von jeher auszeichnen, treues Anhängen an dem Hergebrachten und empfängliches Gefühl für das Neue. Wenig geneigt, der angestammten Kraft ihrer Natur zu entsagen, waren die Deutschen immer bereit, alles Geistige in sich aufzunehmen.
Page viii - Meine Lust an der Sache hat nicht abgenommen, aber meine Zuversicht; da ich die ersten Reiser im Wald unserer Sprache zu lesen und flechten begann, war ich des Erfolgs froher und gewisser als jetzt, wo ich ein Schiff halb aufgezimmert habe, dessen Last noch nicht flott werden kann, sondern eine Zeitlang mit Seilen zu Land sich fortschleppen muß.
Page 332 - ... durchziehender reiz von bewegung und zugleich bindender Verknüpfung der redeglieder unvermerkt ausgegoßen.
Page vi - Von der tiefsten innersten regsamkeit der spräche zeugt aber unsere lautverschiebung. während andere völker bei den stufen ihrer consonanzen beharrten, höchstens einzelne ausweichungen davon gestatteten, haben wir Deutsche in folgerechter entfaltung, ohne Verwirrung des ganzen, den kreis aller combinationen...
Page viii - Zur lesung nhd. grammatiker, welche, wie man weiß, ihr talent vorzugsweise auf die syntax wenden, bin ich wieder nicht gelangt, und selbst Adelung is.t nur sparsam...
Page 875 - ... passive, present or past. (Holland 1986: 165) While it is rather difficult to extrapolate decision criteria or singly necessary and jointly sufficient features, we recognize similar notions in both old and modern descriptions. As a correlate of (c) above, for example, Grimm refers to "...nomina [, die] sich participia zugesellen und mit ihnen in den Satz, ohne von dessen construction berührt zu werden, eintreten, ..." He continues with a correlate of the equivalence condition (b) above: "......
Page 746 - ... beim ahd. mhd. wola, wol findet sich der persönliche acc. oft [...] seltener der dat. [...] nhd. überall mit dat.: wol mir! [...]. warum wola den acc., we den dat. neben sich hatte? der unterschied gleicht dem bei den Impersonalien [...]. beide formein lassen gen. der sache, wie jene impersonalie zu. mhd. so wol mich dirre ttuere [...] we mir dises leides [...]. ganz ähnlich den constructionen der verba mit gen.
Page viii - ... gewichtiger Grund dafür, daß Grimm seine Grammatik bei der Syntax des einfachen Satzes abbricht. Offensichtlich - so entnehmen wir der Vorrede zum vierten Teil der DG - ist er trotz ausgiebig betriebenen Quellenstudiums auf diesem Gebiet nicht zufriedenstellend vorangekommen, weil "die alte spräche oft nur spärlichen stof besitzt, der sich halb in die erde vergraben hat"53. Zwar verwirft er auch angesichts solcher Umstände keineswegs sein Prinzip, nach welchem vor einer Darstellung der neuhochdeutschen...

Bibliographic information