Studien zur griechischen und lateinischen grammatik, Volume 1, Part 2

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S. Hirzel., 1868 - Classical philology
 

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Popular passages

Page 127 - IVeugriechen bisweilen k% lautet, aber das wird schwer zu entscheiden sein, da p vor / so leicht verschwindet. Ist doch z. B. in Norddeutschland die Aussprache des pf so nachlässig, dass die Eingebornen oft das Plattdeutsche zu Rathe ziehen müssen, um sich zu erinnern, ob sie pf oder einfaches f zu schreiben haben.
Page 119 - Wir Deutschen aspirieren vor Vocalen die Tenuis fast immer, wenn gleich nur schwach, so dass unser daran gewöhntes Ohr es gar nicht mehr bemerkt; es wird uns aber sogleich auffällig, wenn wir die reinen Tenues hören, welche die Slaven beim Deutschsprechen zu bilden pflegen. Vor einem tönenden Consonanten aspirieren wir bisweilen dadurch, dass wir mit dem Ton der Stimme erst einsetzen, wenn das eigene Geräusch des Consonanten bereits begonnen hat, so dass das erste Moment desselben tonlos ist;...
Page 118 - Wenn auf die Tenuis ein Vocal folgt, so kann man entweder unmittelbar nach Durchbrechung des Verschlusses die Stimmritze zum Tönen verengern, so dass der Ton der Stimme sofort anklingt, oder man kann damit zögern, so dass eine kurze Weile der Athem frei durch die offene Stimmritze zum offenen Mundcanal hinausfliefst und erst dann die Stimme einsetzt. Im ersteren Falle tönt die Tenuis rein, im zweiten aspiriert.
Page 119 - ... lingua Osseta (cf. Abhandl. d. Berl. Akad., hist.-phil. Classe 1847 p. 364) testatur: „Bei den aspirierten th, ph, kh hört man, wie im Sanskrit, den Hauch nach der Muta. Doch ist im Ossetischen der sie begleitende Hauch so gering, dass man sie fast ganz den Tenues in uns eren Sprachen gleichsetzen kann. Die entsprechenden k, p, t sind ausserordentlich hart und so hauchlos, dass man bei vorsichtiger Aussprache den folgenden Vocal davon getrennt hört.
Page 138 - ... an gleicher stelle. Wenn also, in dem gegebnen falle, äs is üs zu ä ir ur wird, so mufs ans ins uns zu an inr ünr werden*).
Page 268 - ... videmus artissimam esse tragoediae cum poesi lyrica necessitudinem . . . haec denique universae arti tragicae vocabula quaedam Dórica suppeditavit. Hue si addiderimus, quod omnes eae formae quae volgo vocantur epicae, apud Pindarum quoque leguntur: quid tandem obstabit quominus has quoque non tarn ex ipsis Homeri carminibus quam e poesi lyrica receptas censeamus? Apparet igitur ... omnem tragoediae orationem bene fuisse praeparatam et incohatam consuetudine poetarum lyricorum ... Denique singula...
Page 135 - Г und dem so häufigen Wechsel derselben in Inschriften, wodurch ihre wesentlich gleiche Aussprache schon für verhältnissmässig alte Zeiten feststeht, den Uebertritt von jenem in dieses in einem Götternamen auch ohne alle...
Page 74 - ... similis glandis, haec glans optima et maxima a love et glande iuglans est appellata. Eadem nux, quod ut nox aerem hums sucus corpus facit atrum.
Page 292 - Form nicht allzu gut bestellt. Wir müssen uns hier wieder an die bei der Ueberlieferung der homerischen Gedichte noch nicht genug beachtete Umschrift aus dem alten in das neue Alphabet erinnern. Erwägen wir, dass im alten Alphabet...
Page 138 - ... den man sich leicht nachbilden kann. Das n gehört zu den Dauerlauten. In der Aussprache eines Dauerlautes kann man ein Ansetzen, ein Vollklingen und ein Austönen unterscheiden. Als erster Laut einer Doppelconsonanz kann der Dauerlaut nicht so viel Zeit für seine Aussprache in Anspruch nehmen, als wenn er allein stünde.

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