Abhandlungen -, Volume 19

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Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Kommission bei der C. H. Beck'schen Verlagsbuchhandlung., 1892 - History
 

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Page 541 - Alles außer uns ist nur Element, ja ich darf wohl sagen: auch alles an uns; aber tief in uns liegt diese schöpferische Kraft, die das zu erschaffen vermag, was sein soll, und uns nicht ruhen und rasten läßt, bis wir es außer uns oder an uns, auf eine oder die andere Weise, dargestellt haben.
Page 343 - Ich würde nicht sagen können: die Wirkung ist mit der Ursache im Objekte (di notwendig) verbunden, sondern ich bin nur so eingerichtet, dass ich diese Vorstellung nicht anders als so verknüpft denken kann; welches gerade das ist, was der Skeptiker am meisten wünscht...
Page 340 - Wenn ich eine Kugel, die auf einem ausgestopften Kissen liegt und ein Grübchen darin drückt, als Ursache betrachte, so ist sie mit der Wirkung zugleich.
Page 541 - Je eingehender, vielseitiger, gründlicher wir die Lebenserscheinungen zu erforschen streben, desto mehr kommen wir zur Einsicht, dass Vorgänge, die wir bereits geglaubt hatten, physikalisch und chemisch erklären zu können, weit verwickelterer Natur sind und vorläufig jeder mechanischen Erklärung spotten.
Page 523 - Aehnlichkeit. Ein Bild muss in irgend einer Beziehung seinem Objecte gleichartig sein; wie zum Beispiel eine Statue mit dem abgebildeten Menschen gleiche Körperform. ein Gemälde gleiche Farbe und gleiche perspectivische Projection hat. Für ein Zeichen genügt es, dass es zur Erscheinung kommt, so oft der zu bezeichnende Vorgang eintritt, ohne dass irgend welche andere Art von Uebereinstimmung, als die Gleichzeitigkeit des rens zwischen ihnen existirt; nur von dieser letzteren Art ist die Correspondenz...
Page 338 - Ich merke nur an, daß es gar nichts Ungewöhnliches sei, sowohl im gemeinen Gespräche als in Schriften durch die Vergleichung der Gedanken, welche ein Verfasser über seinen Gegenstand äußert, ihn sogar besser zu verstehen, als er sich selbst verstand, indem er seinen Begriff nicht genugsam bestimmte und dadurch bisweilen seiner eigenen Absicht entgegenredete oder auch dachte.
Page 369 - Qakyamuni has prima facie most resemblance. On several essential points the conclusions are the same, and the analogies become exceedingly striking when we descend to particulars. Evidently the two systems have grown up side by side, and have borrowed mutually from one another. We question, however, whether the true origin of Buddhism is to be sought in this quarter.
Page 342 - Zeitbestimmung überhaupt, welches also bleibt, indem alles Andere wechselt. (Die Zeit verläuft sich nicht, sondern in ihr verläuft sich das Dasein des Wandelbaren. Der Zeit also, die selbst unwandelbar und bleibend ist, correspondirt in der Erscheinung das Unwandelbare im Dasein, di die Substanz, und blos an ihr kann die Folge und das Zugleichsein der Erscheinung der Zeit nach bestimmt werden...
Page 451 - Wenn uns hierauf eingewendet wird: die Verschiedenartigkeit folgt aus der Verschiedenartigkeit des Werkes, dessen Lohn die Individuen von Gott empfangen, so antworten wir: Dann aber ist doch die Leitung des Werkes von seiten jenes bewußten höchsten Wesens vollständig überflüssig; denn die Wirksamkeit des von den Individuen vollbrachten Werkes, dh die nachwirkende Kraft des Verdienstes und der Schuld, erklärt sich trotz der Ungeistigkeit des Werkes völlig ohne eine Oberleitung von seiten jenes...
Page 340 - Die Zeit zwischen der Kausalität der Ursache und deren unmittelbaren Wirkung kann verschwindend, (sie also zugleich) sein; aber das Verhältnis der einen zur andern bleibt doch immer der Zeit nach bestimmbar.

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