Die Musik, Volume 5; Volume 18; Volume 20

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M. Hesse, 1906 - Music
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Popular passages

Page 8 - Während der Dichter des Siegfried, den großen Zusammenhang des ganzen Nibelungenmythus vor allem festhaltend, nur den Untergang des Helden durch die Rache des mit ihm sich aufopfernden Weibes in das Auge fassen konnte, findet der Dichter des Tristan...
Page 396 - Es affiziert mich alles, was in der Welt vorgeht, Politik, Literatur, Menschen/ über alles denke ich nach meiner Weise nach, was sich dann durch die Musik Luft machen, einen Ausweg suchen will. Deshalb sind auch viele meiner Kompositionen so schwer zu verstehen, weil sie an entfernte Interessen anknüpfen, oft auch bedeutend, weil mich alles Merkwürdige der Zeit ergreift und ich es dann musikalisch wieder aussprechen muß.
Page 13 - Wer sich über die Nachbarschaft des Tristan und der Meistersinger befremdet fühlen kann, hat das Leben und Wesen aller wahrhaft grossen Deutschen in einem wichtigen Punkte nicht verstanden: er weiss nicht, auf welchem Grunde allein jene eigentlich und einzig deutsche Heiterkeit Luthers, Beethovens und Wagners...
Page 170 - Sopransoli wunderschön und mit tiefer Empfindung. Sie war eben nicht hübsch, hatte Blatternarben im Gesicht; aber gut war sie, herzensgut Drei Jahre lang hoffte sie, daß ich sie ehelichen werde; ich konnte jedoch keine Anstellung finden, wodurch wir beide versorgt gewesen wären. Sie heiratete dann nach dem Wunsche ihrer Eltern einen anderen, was mich sehr schmerzte. Ich liebe sie noch immer und mir konnte seither keine andere so gut und besser gefallen wie sie. Sie war mir halt nicht bestimmt...
Page 12 - daß ich den Tristan geschrieben, danke ich Ihnen aus tiefster Seele in alle Ewigkeit!
Page 9 - Ach liebster, liebster, einzigster Franz! Gib mir ein Herz, einen Geist, ein weibliches Gemüt, in das ich mich ganz untertauchen könnte, das mich ganz fasste — wie wenig würde ich dann nötig haben von dieser Welt
Page 170 - Bei einem Glase Wein oder Punsch war Schubert am gesprächigsten; seine musikalischen Urteile waren scharf, kurz und bündig; er traf allezeit den Nagel auf den Kopf. Er glich hierin Beethoven, der mitunter auch sehr ironisch war Wenn in Gesellschaften gründlich über Musik gesprochen wurde, hörte Schubert mit Vergnügen zu und fiel selten in die Rede. Wenn aber irgendein naseweiser Dilettant Behauptungen aufstellte, die von totaler theoretischer Unwissenheit...
Page 12 - Tristan. Ich bin immer noch im zweiten Akte. Aber — was wird das für Musik! Ich könnte mein ganzes Leben nur noch an dieser Musik arbeiten. O, es wird tief und schön; und die erhabensten Wunder fügen sich so geschmeidig dem Sinn. So etwas habe ich denn doch noch nicht gemacht: aber ich gehe auch ganz in dieser Musik auf; ich will nichts mehr davon hören, wann sie fertig werde. Ich lebe ewig in ihr. Und mit mir — . 22. Dezember. Das ist ein schöner Morgen, liebes Kind! Seit 3 Tagen trug...
Page 85 - Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder.
Page 16 - Entwicklung eingegeben hat, auf die ich früher nie verfallen konnte, so würden Sie recht inne werden, wie auch in den speziellsten Zweigen der Kunst sich nichts Wahres erfinden läßt, wenn es nicht aus solchen großen Hauptmotiven kommt.

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