Franz von Baader's sämmtliche werke: Systematisch geordnete, durch reiche erläuterungen von der hand des verfassers bedeutend vermehrte, vollständige ausgabe der gedruckten schriften sammt dem nachlasse, der biographie und dem briefwechsel, Volume 3

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H. Bethmann, 1852
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Popular passages

Page 213 - Hiebei ist das Reale, der Grund und Träger oder Leiter stets nur Gefühl*), also etwas, das auch der innere nisse etc. ihrer mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit (Religiosität im ältesten Sinne des Wortes) pflegt, wie man des Feuers auf dem Altare, oder der organischen Flamme an einem köstlichen exotischen Gewächse, pflegt. — Diese Flamme, dieser Trieb, Instinct, Imperativ, regulatives Princip, Ideal etc. etc. ist auch nicht die natura naturans selber (denn diese ist das Ich par excellence,...
Page 430 - Glaubensinhalt ist zu rechtfertigen durch die Philosophie, nicht durch die Geschichte. Was der Geist thut, ist keine Historie, es ist ihm nur um das zu thun. was an und für sich ist, nicht Vergangenes, sondern schlechthin Präsentes.
Page 240 - Was ist heilig? Das ist's, was viele Seelen zusammen Bindet; band es auch nur leicht, wie die Binse den Kranz. Was ist das Heiligste? Das, was heut und ewig die Geister, Tiefer und tiefer gefühlt, immer nur einiger macht.
Page 241 - Wodurch gibt sich der Genius kund? Wodurch sich der Schöpfer Kund gibt in der Natur, in dem unendlichen All. Klar ist der Aether und doch von unermeßlicher Tiefe; Offen dem Aug, dem Verstand bleibt er doch ewig geheim.
Page 250 - Kezereien oder Versuche über die verborgensten Gegenstände der Weltweisheit und ihre Grundursachen.
Page 427 - T>m, >,,«, kundgemacht durch der Propheten Schriften aus Befehl ^"' ''°' des ewigen Gottes, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden: demselbigen Gott, der 27 >. Tim.
Page 237 - Imperium hominis in naturam grosser Schaden und grosse Beeinträchtigung geschah, weil man dem menschlichen Geiste hiemit Aussichten und Hoffnungen benahm , aus denen er doch allein den Muth und die Kühnheit zu jenen originellen Fragen an die Natur schöpfen kann, welche ihren Vertrauten und Günstling eben so sehr, als kühne Forderungen den glücklichen Liebhaber, auszeichnen.
Page 211 - Es steckt etwas Grosses, und, wie mich dünkt, sehr Richtiges in dem Gedanken des Herrn VON LEIBNITZ: die Seele befasst das ganze Universum mit ihrer Vorstellungskraft, obgleich nur ein unendlich kleiner Theil dieser Vorstellungen klar ist. In der That müssen alle Arten von Begriffen nur auf der inneren Thätigkeit unseres Geistes, als auf ihrem Grunde beruhen. Aeussere Dinge können wohl die Bedingung enthalten, unter welcher sie sich auf eine oder andere Art hervorthun, aber nicht die Kraft, sie...
Page 178 - Devise: veniet tempus, quo ista, quae nunc latent, in lucem dies extrahet, et longioris aevi diligentia.
Page 276 - Diesen allein richtigen Begriff des Bösen, nach welchem es auf einer positiven Verkehrtheit oder Umkehrung der Prinzipien beruht, hat in neueren Zeiten besonders Franz Baader wieder hervorgehoben und durch tiefsinnige physische Analogien, namentlich die der Krankheit, erläutert*.