Jahrbücher für slawische Literatur, Kunst und Wissenschaft (verantwortlicher Redacteur, J.E. Schmaler)., Volume 1

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Jan Ernst Smoleř
1852
 

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Page 219 - Herzlich sehn' ich mich nach meiner Mutter ; Lasset, Brüder, uns das Geld d'rum theilen, Dass ein jeder geh' zu seiner Mutter. Er wird von der Mutter mit Freuden aufgenommen und bewirthet, bei der Abendmahlzeit jedoch bedauert Nenad, dass, als ein Jeder beim Theilen des zusammengebrachten Gutes zur Bekräftigung dessen, dass er sonst nichts für sich bei Seite geschafft habe, bei dem Bruder oder bei der Schwester geschworen, er dieses nicht habe thun können. Und er spricht zu der Mutter die leisen...
Page 180 - Übersetzungen aus dem hochdeutsch auf die beibehaltung unpassender reime eingewirkt hätten, mau erinnere sich an die mit z oder ts anlautenden Wörter, die aus dem hochdeutschen ins plattdeutsche und niederländische aufgenommen worden sind. Dainos oder litthauische Volkslieder, gesammelt, übersetzt und mit gegenüberstehendem urtext herausgegeben von LJ Rhesa. nebst einer abhandlung über die litthauischen volksgedi chte.
Page 23 - Boden getreten', ,Wer da hat, dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird genommen' — daß das im Staat, namentlich in dem monarchischen, landesväterlich regierten Staat Anwendung finden könne...
Page 258 - ... eine Fremde Mutter ich nenne, Und ach! die eig'ne Mutter vergesse! Dass einen Fremden Bruder ich nenne, Und ach! den eig'nen Bruder vergesse! Die Hochzeitsleute werden ungeduldig. Sie ermahnen den Bruder: Führe die Schwester heraus uns zum Anblick! Geschehen soll es, doch thut es mir leid d'rum! Ob leid, ob nicht leid, führe heraus sie! Führ' sie heraus, denn unser ist sie, Unser ist sie, uns nur gehört sie!
Page 102 - Rücken der Bauern**). — Wenn die Heiligen verhungert sind, legt man ihre Leichen in silberne Särge***). — Der Heilige gilt nicht viel, der im kupfernen Sarg liegt. — Man muss Kiesel haben, wenn man Glas machen will. — Ein guter Schiffer meint, der Flachs wüchse nur um des Segeltuches willen. — Man verschlägt sich des Honigs, wenn man die Bienen vertreibt. — Es ist immerhin ein gutes Jahr, wenn man am Wachs gewinnt, was man am Honig verKert.
Page 185 - Haus der Schwiegereltern unter den Augen der zornigen Schwiegermutter und scheelsehender Schwägerinnen, die das Werk ihrer Hände bekritteln und jeden ihrer Schritte beobachten. Darum wird auch dieser Aufenthalt im Haus der Schwiegermutter (^der Schwiegervater der Frau kommt merkwürdigerweise nie vor} in den Dainos mit den schwärzesten Farben ausgemalt und die einzelnen Lieder überbieten sich in düstern Bildern, die leider der Wirklichkeit oft nur zu nahe sind. Eine sehr auffallende Erscheinung...
Page 259 - Eh' ich beim lieben Pathen gestanden, Beim lieben Pathen and beim Brautführer; Eh' der Ring mir war an dem Finger, Der Ring an dem Finger, der Kranz in den Haaren! Ueberhaupt scheint sie sich bereits in ihr Schicksal gefunden zu haben und gern der Sache die beste Seite abgewinnen zu wollen.
Page 251 - Zweideutigkeiten bemerken sollte, den Marschall zum Fenster hinauszuwerfen , mit den übrigen aber würden sie selbst Ausgleichung treffen. Marmont eröffnete die Conversation mit folgenden charakteristischen Fragen, die vielleicht ein für alle Mal Erwiederung gefunden und das Regierungsverhältniss Montenegro's werden beleuchtet haben. „Wozu brauchen Sie so viele Montenegriner? Sie haben ja hier nichts zu besorgen." Der Vladika antwortete: „Ich fürchte mich nicht einmal an einem anderen Orte,...
Page 250 - Begleitung d«klamatorisch herzusagen. Im Familienkreis wird Einer dazu aufgefordert, gerade wie bei uns zum Vorlesen; ja die alten Leute pflegen sie vorzugsweise der Jugend auf diese Art zu lehren. Unter denen, von deren Lippen er sonst noch diese merkwürdigen Lieder niederschrieb, waren viele blinde Männer. Sie sind, mit einzelnen Ausnahmen, die Einzigen, die das Absingen derselben als Gewerbe treiben. Viele andere empfing er von Landleuten, Krämern, fürstlichen Dienstknappen und von — Hajduken,...
Page 198 - ... Jesu angeklagt wird. Dieses Gemälde copirte er nach Titian. Gleichzeitig pflegte Clovio nach dem Gebrauche der Ordensgeistlichen auch andere benachbarte Klöster zu besuchen. Auf einer solchen Wanderung brach er sich in dem Kloster von Candiana bei Padua durch einen unglücklichen Zufall den FUSS. Während dieser seiner Krankheit wurde ihm aber von seinen Ordensbrüdern eine so spärliche Wartung und Pflege zu Theil, dass ihm der Mönchsstand gänzlich verleidet wurde, weswegen er sich, als...

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