Den romantiske skole i Tyskland

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1891
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Popular passages

Page 371 - Es sang vor langen Jahren Wohl auch die Nachtigall. Das war wohl süßer Schall, Da wir zusammen waren. Ich sing und kann nicht weinen, Und spinne so allein Den Faden klar und rein, So lang der Mond wird scheinen. Da wir zusammen waren, Da sang die Nachtigall. Nun mahnet mich ihr Schall, Daß du von mir gefahren. So oft der Mond mag scheinen, Gedenk ich dein allein.
Page 180 - Liebe denkt in süßen Tönen, Denn Gedanken stehn zu fern, Nur in Tönen mag sie gern Alles was sie will verschönen. Drum ist ewig uns zugegen Wenn Musik mit Klängen spricht Ihr die Sprache nicht gebricht Holde Lieb' auf allen Wegen, Liebe kann sich nicht bewegen, Leihet sie den Odem nicht.
Page 93 - Ein Widerschein in meinem innern Sinn. Was kümmern mich Gestalten, deren matten Lichtglanz ich selbst hervorgebracht? Mag Tugend sich und Laster gatten! Sie sind nur Dunst und Nebelschatten! Das Licht aus mir fällt in die finstre Nacht, Die Tugend ist nur, weil ich sie gedacht.
Page 36 - Natur bereut. O zittre nicht - du hast als Sünderin geschworen, ein Meineid ist der Reue fromme Pflicht. Das Herz war mein, das du vor dem Altar verloren, Mit Menschenfreuden spielt der Himmel nicht.
Page 93 - Was kümmern mich Gestalten, deren matten Lichtglanz ich selbst hervorgebracht? . . . Mag Tugend sich und Laster gatten! Sie sind nur Dunst und Nebelschatten! Das Licht aus mir fallt in die finstre Nacht, Die Tugend ist nur, weil ich sie gedacht.
Page 372 - Da wir zusammen waren, Da sang die Nachtigall, Nun mahnet mich ihr Schall, Daß du von mir gefahren. So oft der Mond mag scheinen, Gedenk ich dein allein, Mein Herz ist klar und rein, Gott wolle uns vereinen! Seit du von mir gefahren, Singt stets die Nachtigall; Ich denk bei ihrem Schall, Wie wir zusammen waren. Gott wolle uns vereinen, Hier spinn ich so allein, Der Mond scheint klar und rein, Ich sing und möchte weinen!
Page 211 - Das hör ich sechzig Jahre wiederholen. Ich fluche drauf, aber verstohlen ; Sage mir tausend tausend Male: Alles gibt sie reichlich und gern ; Natur hat weder Kern Noch Schale, Alles ist sie mit einem Male.
Page 414 - Verkündet nicht umsonst der Berg ihn dir Getürmt gen Himmel, nicht umsonst ihn dir Der felszerstiebten Katarakten Fall? Wenn hoch die Sonn in seinen Tempel strahlt Und von der Freude Pulsschlag eingeläutet, Ihn alle Gattungen Erschaffner preisen, Steigst du nicht in des Herzens Schacht hinab Und betest deinen Götzen an?
Page 333 - Fraue, Grüß ich dich tausendmal. In meinem Garten find ich Viel Blumen, schön und fein, Viel Kränze wohl draus wind ich, Und tausend Gedanken bind ich Und Grüße mit darein. Ihr darf ich keinen reichen, Sie ist zu hoch und schön, Die müssen alle verbleichen, Die Liebe nur ohnegleichen Bleibt ewig im Herzen stehn. Ich schein wohl froher Dinge Und schaffe auf und ab, Und ob das Herz zerspringe, Ich grabe fort und singe Und grab mir bald mein Grab.
Page 35 - Woher dies Zittern, dies unnennbare Entsetzen, Wenn mich dein liebevoller Arm umschlang? Weil dich ein Eid, den auch schon Wallungen verletzen, In fremde Fesseln zwang? Weil ein Gebrauch, den die Gesetze heilig prägen, Des Zufalls schwere Missetat geweiht? Nein - unerschrocken trotz ich einem Bund entgegen, Den die errötende Natur bereut.

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