Aus dem Lage der Verbündeten 1814 und 1815

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Deutsche Verlags-Anstalt, 1897 - Germany - 480 pages
 

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Page 213 - Nimmermehr! Ich werde zu sterben wissen, aber ich trete keine Handbreit Bodens ab. Eure Herrscher, geboren auf dem Throne, können sich zwanzigmal schlagen lassen und doch immer wieder in ihre Residenzen zurückkehren; das kann ich nicht, ich, der Sohn des Glücks! Meine Herrschaft überdauert den Tag nicht, an dem ich aufgehört habe, stark und folglich gefürchtet zu sein.
Page 411 - Kerler» meistergesichter erblickte er rings und sah sich deportiert nach der einsamen Insel, die, oder eine ähnliche, sein Los geworden wäre, er mochte von Elba ausbrechen oder nicht. — In Paris rückten die Geschäfte kaum von der Stelle. Auch die bescheidenste Forderung fand Hindernisse. Aus dieser Zeit, vom 17. August, schreibt Gneisenau an EMArndt:') „Wir sind in Gefahr, einen neuen Utrechter Frieden zu schließen, und die hauptsächlichste Gefahr kommt abermals aus der
Page 197 - Loire abgehen. Verlassen Sie meinen Sohn nicht und denken Sie daran, daß ich ihn lieber in der Seine wissen möchte als in den Händen der Feinde Frankreichs. Das Geschick des Astyanax, des Gefangenen der Griechen, ist mir immer als das beklagenswerteste in der Geschichte erschienen.
Page 276 - Untergang drohte. Gottlob! uns ist wieder ein Vaterland gezeigt worden, ein Ziel, worauf alle Deutschen als Volk schauen, wofür sie streben und arbeiten sollen. Immer aber gilt noch mit Recht die Klage, daß wir nicht politisch genug sind. Damit wir dies immer mehr werden, dafür muß jeder redliche Deutsche denken und streben und auf seine Weise den Kampf durchkämpfen helfen, der nicht allein auf den Schlachtfeldern entschieden werden kann.
Page 6 - wir können die deutsche Erde wieder ansehen als den Bauin, von dem unsere Kinder und Enkel sich Kränze brechen dürfen; wir tonnen die Sonne wieder ansehen als das Licht, welches Ehre und Tugend wieder be
Page 409 - Ich weiß nicht, was ich thun werde, ich weiß nicht, ob alle Leute fest genug bleiben werden. Aber der Knotenpunkt liegt in Straßburg, denn so lange das nicht deutsch ist, wird es immer ein Hinderniß für Süddeutschland bilden, sich der deutschen Einheit, einer deutsch-nationalen Politik ohne Rückhalt hinzugeben.
Page 234 - Ohne Irrtümer geht es nicht ab. Immerhin! Aber von dem Treiben der Diplomaten und von ihrer Sucht, Schwierigkeiten zu machen und Argwohn zu erregen, fürchte ich alles. Jeder sieht den Beuteanteil des anderen mit Scheelsucht an." Und Stein, der am 9. April von Dijon in Paris eintraf, der aufrichtige Bewunderer des Kaifels Alexander, läßt sich so vernehmen: „Diese unreine, unverschämte und unzüchtige französische Rasse mißbraucht schon des Kaisers Alexander Großmut; es ist...
Page 276 - Die Zeit, worin wir leben, hat uns Deutschen zugemutet, politische Menschen zu werden. Es hat schwerer Jahre bedurft, daß wir aus dem dämmernden Traum einer Gleichgültigkeit geweckt würden, die dem deutschen Namen fast den Untergang drohte. Gottlob, uns ist wieder ein Vaterland gezeigt worden, ein Ziel, worauf alle Deutschen als Volk schauen, wofür sie streben und arbeiten sollen. Immer aber gilt noch mit Recht die Klage, daß wir nicht politisch genug sind.
Page 174 - Mangel leiden weiden ; die Einwohner werden durch den Verlust des Letzten, was sie noch haben, zur Verzweiflung gebracht. 4. Der Kaiser von Frankreich wird sich von seiner Bestürzung, worin er durch unser Vordringen gebracht ist, erholen und seine Nation wieder vor sich gewinnen.
Page 56 - Bundestruppen sich den seinigen angeschlossen und daß letztere allerorten die günstigste Aufnahme gefunden haben. Es erübrigte noch die Schwierigkeit, Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland den Verlauf eines Ereignisses vorzutragen, das er sich als ein unmögliches vorgestellt hatte. Der Kaiser Franz befahl mir, mich dieser Aufgabe am folgenden Tage, an welchem man die Ankunft seines Verbündeten erwartete, zu entledigen. Am 22. Dezember ging der Kaiser dem russischen Monarchen eine halbe Stunde...

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