Westermanns Monatshefte, Volume 31, Part 1; Volume 61

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G. Westermann, 1887
 

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Popular passages

Page 125 - Ich habe eine seltene Frau, die ich unaussprechlich geliebt, dreizehn Jahre hindurch mein eigen genannt,, ohne das Schwanken einer Minute, ohne einen Moment des Wenigerlicbcns, ohne Eifersucht, in unwandelbarem Verständnis und in vollster Freiheit.
Page 50 - Verkehr zwar oftmals in einem sehr ausgedehnten System von Verbal und Realinjurien bestand, die aber in rauher Hülle einen tüchtigen, für alles Edle empfänglichen Kern bargen — Gelehrte, die morgens den Aristoteles verdeutschen und abends zur Erholung auf die Wolfsjagd ziehen, vornehme Frauen, die für das Studium der Klassiker begeistert sind, Bauern, in deren Erinnerung das Heidentum ihrer Vorväter ungetilgt neben dem neuen Glauben fortlebt...
Page 221 - Tal ein, ist Nebelstreif ergossen; Doch senkt sich Himmelsklarheit in die Tiefen, Und Zweig und Äste, frisch erquickt, entsprossen Dem duft'gen Abgrund, wo versenkt sie schliefen; Auch Farb' an Farbe klärt sich los vom Grunde, Wo Blum' und Blatt von Zitterperle triefen; Ein Paradies wird um mich her die Runde.
Page 128 - unaufhörlich grenzenlose Schmerzen. Selbst meine Träume sind nicht frei davon. Gestern hing ich als Johann von Leiden in einem Käfig in der Luft, und meine Schmerzen setzten sich als wilde Traumbilder um mich her. Die Krämpfe steigen allmählich immer höher hinauf, und da liegt man nun und wartet, bis es ans Herz kommt. Ich kann jetzt eigentlich nur noch Arme und Hände frei bewegen. Und alles dieses...
Page 527 - Der dritte Gesang, den ich mit den Frauenzimmern durchgegangen, ist nun in der Druckerei, und wir wollen nun dem vierten nachzuhelfen suchen. Es ist immer keine Frage, daß das Gedicht viel Anlage und viel Gutes hat, nur bleibt es in der Ausführung zu weit hinter dem zurück, was es sein sollte, obgleich inzwischen, daß Sie es nicht gesehen haben, viel daran geschehen ist.
Page 46 - Heidelberg, du feine, Du Stadt an Ehren reich. Am Neckar und am Rheine Kein
Page 134 - Verstande von unserm Aufhören vollkommen überzeugt, aber mit dem Gefühl fasse ich es nicht. Ich kann es nicht fassen und begreifen, während ich noch bin. Ich kann überhaupt nur von Egoisten annehmen, daß ihnen der Gedanke an das Aufhören ein vertrauter wird.
Page 376 - Ernst und Spiel zugleich ist, wobei der Ernst im Gehalte und das Spiel in der Form gegründet ist, so muß die Mereau das Poetische immer der Form nach, die Imhof es immer dem Gehalt nach verfehlen.
Page 527 - Der erste Bogen des Almanachs ist nun unter der Presse, der Druck nimmt sich ganz artig aus. Der dritte Gesang ist nunmehr in meinen Händen, und ich will auch noch mein Mögliches daran thun. Freilich da ich selbst gegenwärtig an einer strengen Revision meiner...
Page 331 - Tugend und Laster, Kraft und Schwäche führen bei ihm ihre Sache in ihrer eigenen Weise. Er will das Leben in die Bücher bringen, nachdem man es lange genug nach Büchern lebte.

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