Von der Kunst im täglichen Leben

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Wiegandt und Grieben, 1880 - 120 pages
 

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Page 81 - Zwecke der Kunst. Keine andere Geschichte zeigt uns in so plastischer Anschaulichkeit und Deutlichkeit, wie die biblische, was es um den Menschen sei; keine zeigt wie sie „des Paradieses Lust und Segen, Sünde und Versöhnung, Strafe, Fluch und Tod. „Keine bietet wie sie Bild und Gleichnis für alle Vorkommnisse des Lebens. Kein an„deres Buch gewährt so bildliche Darftellbarteit wie die Bibel. Darum will die Kunst „immer aufs neue an diese Fundgrube gehen und sie ausbeuten
Page 35 - Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist.
Page 43 - Ach wie schön! aus Schonung oft schweigen, weil der rechte Commentar zu solchen Phrasen ohne Beleidigung nicht deutlich gemacht werden kann. Ist nun das Pnblikmn in das Gemeine und Schlechte recht hineingespielt, so wird es auch wieder mit seinem befestigten Geschmack ein Despot für die Künstler, und daher möchte man jetzt beide vergleichen mit dem schlechten Magen, über dem ein Kopf mit Kopfweh sitzt. Der Kopf verdirbt den Magen, der Magen den...
Page 43 - Pnblikmn in das Gemeine und Schlechte recht hineingespielt, so wird es auch wieder mit seinem befestigten Geschmack ein Despot für die Künstler, und daher möchte man jetzt beide vergleichen mit dem schlechten Magen, über dem ein Kopf mit Kopfweh sitzt. Der Kopf verdirbt den Magen, der Magen den Kopf, und am Ende bleibt nichts übrig, als daß man einen gesunden Tod herbeiwünscht.
Page 78 - gute Musik zu verstehen, Partituren zu lesen, die Gesetze der Komposition zu begreisen und in ihrer Anwendung zu beurteilen, die Stile der verschiedenen Zeiten und Schulen sich einzuprägen und die großen Meister in ihrem historischen Charakterbilde stets leibhastig vor Augen zu haben".
Page 34 - Christi in zarter Jugend dem Kinde eingeprägt wird, ob, wie bei vielen Bildern, blos der rothe Mantel und der Heiligenschein den Herrn auszeichnet, oder das Angesicht voll Hoheit und Milde. Schlechte Christusbilder, schlechte religiöse Bilder, die nicht aus der Tiefe eines religiösen Herzens entsprungen und künstlerisch vollendet sind, sind das erste Aergerniß, das ein Mensch schon in der Jugend am Schönsten der Menschenkinder nimmt.
Page 102 - Auch bin ich gar nicht der Meinung, .daß durchs Evangelium alle Künste sollten zu Boden geschlagen werden und vergehen, wie etliche Abergeistliche fürgeben, sondern ich wollte alle Künste, sonderlich die Musica, gerne sehen im Dienste ) deß, der sie geben und geschaffen hat," *) so >) erklärte er sich auch sehr bestimmt gegen das Bilderstürmen.
Page 28 - Zwillingskinder des religiösen Subjektivismus, klage ich an über all diesem Frevel an dem Hause meines Gottes, über all dem Raub und der Auslieferung seiner Schätze an die Welt, über all der Verkümmerung der unser Volksleben durchdringenden und verklärenden Macht des Evangeliums. Vielleicht hätte er, das tiefe Dunkel, das hier noch besteht, einigermassen zu mildern, doch hinweisen sollen auf die thatkräftigen Bemühungen vieler trefflichen Männer in unserer Zeit.
Page 74 - Das Zeichnen als ein ästhetisches Bildungsmittel, vorzugsweise für die Erziehung des weiblichen Geschlechts'".
Page 36 - Christus" an — das ist kein Christus der Schrift, sondern der Mode; diese Jünger sind Haarträuslergesellen oder Theaterstlltisten - diese Madonnen und Marien sind Damen des — äemi mouäs.

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