Handbüchlein der stoischen Moral und das Gemälde des Cebes von Theben

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Page 143 - Hoffe auch nicht auf einen platonischen Staat, sondern sei zufrieden, wenn es auch nur ein klein wenig vorwärts geht, und halte auch einen solchen kleinen Fortschritt nicht für unbedeutend.
Page 83 - Scholle ^) des Weltganzen; die ganze Gegenwart — ein Augenblick der Ewigkeit! Alles klein, veränderlich, verschwindend! Alles hat einerlei Ursprung, von demselben gemeinsamen Allbeherrscher °) unmittelbar oder in Folge seiner Wirksamkeit herrührend °). Also auch der Rachen des Löwen, das Gift, alles Schädliche, wie Dornen und Sümpfe, sind ein Zubehör jener prachtvollen und fchönen Welt').
Page 113 - Aehnlichleit, als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein und unerschütterlich fest stehen muß '). 62. Denke beständig daran, wer diejenigen sind, nach deren Billigung dich verlangt, und welche leitenden Grundsätze sie haben. Denn alsdann wirst du weder über ihre unvorsätzlichen Fehltritte zürnen, noch ihr Beifallszeugniß bedürfen, wenn du auf die Quellen ihrer Meinungen und Triebe siehst.
Page 169 - Augen, aber doch nicht minder anschaulich erkennen. 138 Denke stets daran, daß Alles, wie es jetzt ist, auch ehemals war, und dann denke auch daran, daß es einst ebenso sein werde '). Stelle dir alle die gleichartigen Schauspiele ') und Auftritte, welche du aus deiner eigenen Erfahrung oder aus der früheren Geschichte kennst, vor Augen, zum Beispiel den ganzen Hof Hadrians, den ganzen Hof Antonius^), den ganzen Hof Philipps, Alexanders, des Krösus. Ueberall dasselbe Schauspiel, nur von anderen...
Page 161 - ), das fei mein erster Grundsatz: ich bin ein Theil des Ganzen, das unter der Herrschaft der Natur steht; der zweite: ich bin mit allen mir gleichartigen Theilen in engem Zusammenhang. Denn jenes ersten Grundsatzes eingedenk, werde ich mit Nichts unzufrieden sein, was mir als einem Theile vom Ganzen zugetheilt wird ; kann ja doch Nichts dem Theile schädlich sein, was dem Ganzen zuträglich ist^), denn das Ganze enthält Nichts, was nicht ihm selbst zuträglich wäre. Dieß haben alle Naturwesen...
Page 29 - Ruhni verleihen ^)? Was heißt Sterben? Wenn man es an und für sich betrachtet und in Gedanken davon absondert, was Einbildung ihm angeheftet hat, so wird man darin nichts Anderes mehr erblicken können, als eine Wirkung der Natur. Wer sich aber vor einer Naturwirkung fürchtet, ist ein Kind...

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