Friderici Ritschelii Opuscula philologica: Ad litteras Graecas spectantia

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B.G. Teubner, 1866 - Classical philology
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Page 59 - Auseinandersingen« eines kleinen Urkerns, einer Deminutiv -Urilias und Urodyssee, oder aber zu dem Zusammenkittungsprocess atomistisch herumfliegender Einzelgesänge, die bis dahin nichts gemein mit einander hatten. Sondern hinlänglich vorbereitet durch die siegreiche Kraft rastloser Anstrengungen deutscher Wissenschaft darf jetzt die Ausgleichung der Gegensätze scheinen, wonach aus einer reichen Fülle mündlich überlieferter epischer...
Page 49 - Am schwersten schien der Einwurf zu wiegen , der auf dem Stillschweigen der Folgezeit über das Athenische Exemplar beruht. Gleichwohl fehlt es auch hierauf nicht an genügender Antwort. In Alexandria befand sich allerdings das Original sicher nicht; Welcker vermuthet S.
Page 246 - Aus einer Vergleichung des Athenaeus und Pollux ergibt sich die allgemeine Verbreitung solcher zum Theil wohl improvisirter, volksthümlicher Poesie 28). Fast alle Beschäftigungen des täglichen Lebens riefen ihre...
Page 5 - Zenodotus ephestius impulsu Regis ptolemaei philadelphi cognomento, qui mirum in modum favebat ingénus et famae doctorum hominum, graecae artis poéticos libros in unum collegerunt et in ordinem redegerunt ; Alexander tragoedias, Lycophron comoedias, Zenodotus vero Homeri poemata et reliquorum illustrium poetarum.
Page 60 - Ursprünglichen, so weit es wieder zu gewinnen war; daneben, durch llipparchs geordnete Einrichtung, zusammenhängender mündlicher Vortrag noch lange hin; zugleich aber Vervielfältigung der schriftlichen Exemplare des ganzen Homer ; erste gelehrte Behandlung durch Liebhaber ({,жкпптш\. Сщsetzung in das neue Alphabet. — VI. Periode. Die Thätigkeit der Alexandrinischen Kritiker.
Page 60 - ... dabei fortsetzen, welche zur Zeit des Pisistratus nicht mehr stattgefunden haben kann, da dieser die homerischen Gedichte als etwas Altes vorfindet. 2) Sammlung einzelner Theile zu grösseren Einheiten. Daneben noch mündlicher Vortrag, beliebige Vereinzelung und Verknüpfung, aber Sorge (Solons) für Nichtverfälschung durch Fixirung des Ueberlieferten in geschriebenen Exemplaren einzelner Gesänge, die immer häufiger werden. V. Periode, 600-300 v.
Page 88 - Theologen , ob im'^oi und цщшта identisch oder verschieden seien, mit Sicherheit zu Gunsten der erstem Meinung zu entscheiden. Dass die Summen beider für ein und dasselbe Buch nicht genau stimmen (dagegen sie auch nie bedeutend von einander abweichen), findet in der Verschiedenheit stichometrischer Recensionen eine eben so einfache als befriedigende Erklärung , und diess um so mehr, als ja dieselbe Ungleichheit auch bei den Zahlangaben nach im'^otc sich findet.
Page 41 - Ansicht in sieh wohl zusammenhängend; aber die nachfolgende Beweisführung gestehe ich nicht zu fassen. 'Wie wäre es erklärlich, dass weder Plato, der des Homer und seiner Gedichte so häufig gedenkt, noch Aristoteles, der über die schöne, acht epische Einheit des Homer im Vergleiche zur dramatischen der Tragiker aus dem ästhetischen Gesichtspunkte verhandelt, des Pisistratus Verdienst, auf dessen Rechnung doch die letztere Tugend der Homerischen Dichtung namentlich zu schreiben gewesen wäre,...
Page 43 - Gehalt herabzudrücken , als wenn es von vom herein die Aufgabe gälte, sich eines widerstrebenden Zeugnisses um jeden Preis zu entledigen; während doch alle Grundsätze historischer Kritik die Sache gerade umzukehren und eine vielverbürgte Ueberlieferung festzuhalten gebieten, sobald sie erstens in sich selbst vernünftig zusammenhängt, und zweitens durch anderweitige Bedenken und Gegengründe nicht erschüttert wird.
Page 255 - Die Kitharmusik, althellenischen Ursprungs, insonderheit dem dorischen Stamme, dem Apollocultus und dem gesammten Apollinischen Sagenkreise eigenthümlich, entsprach diesen Beziehungen auf das Innigste durch die strenge Einfachheit und hohe Ruhe, die sie charakterisirte, und die sie zur Besänftigung der Leidenschaften, zur Erhebung des Gemüths und zur Erhaltung eines harmonischen geistigen Gleichgewichts nach allen Zeugnissen des Alterthums durchaus geeignet machte. Den geraden Gegensatz dazu bildete...

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