Geschichte der alten Landschaft Bern, Volume 1

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Verlag der Dalp'schen Buchhandlung, 1862 - 444 pages
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Page 208 - Sitten, Rechten, Ländereien, bei ihrer vollen Nationalität und Sprache, vielleicht bei einem gewissen Grade von Selbststäudigkcit belassen.
Page 195 - Nachbaren. Wie mit andern derselben , so gerieth er auch mit den Alamannen in einen Krieg, von welchem weder die Veranlassung noch die frühern Begebenheiten bekannt sind, sondern nur der Ausgang und dessen Folgen. Beide Völker, jedes von seinem Könige angeführt, stießen auf einander, ein entscheidender Kampf erhob sich, schon begannen die Franken dem furchtbaren Andrang der Alamannen nachzugeben, der Sieg neigte sich auf die Seite der...
Page 192 - Viehwirthschaft , freilich unanwendbar in städtischem Bauzwange; verschieden von Gau zu Gau behauptet diese Nationalbauform ihre alamannische Eigenthümlichkeit durch Dick und Dünn, bestimmt auch eine volksgemäße Anordnung der offenen Ortschaften und verdient den Stammvätern des Volkes, die sie begründet und ihren Enkeln hinterlassen haben, den vollsten Dank der letztern. Ein fernerer Stempel alamannifcher Abstammung sind die althergebrachten, von den Landes, bewohnern beibehaltenen und sie...
Page 197 - Widerstandes. Nähere Kunde sowohl über diese Dauer als über deren Ausdehnung und über die diesen Widerstand begleitenden Ereignisse gehen gänzlich ab ; die Alamannen hatten keine Geschichtschreiber und die fränkischen schrieben, wohl damals schon, nur in fränkischem Sinne und Geist. Das Ende des Kampfes mag auf eine Theilung der...
Page 191 - So dunkel und arm an Umständlichkeiten, als die Geschichte der alamannischen Eroberung des Landes, ist es auch diejenige ihrer Herrschaft über dasselbe. Diese Geschichte klingt friedlich, weil sie vollkommen stumm ist. Wild, roh, heidnisch im vollen Sinne des Wortes, aber seinem Irrglauben eifrig ergeben, pflegte der Alamanne...
Page 193 - Lehrgebäude — es mag aber auch teiu solches gegeben haben. Was von ihrem Heidenglauben bekannt ist, besteht in Bruchstücken. Ihre Verehrung — denn Verehrung bildet das Element aller Religionen — hatte zwei Hauptrichtungen: Gegenstände der Schöpfung und der Natur auf einer, persönliche Gottheiten auf der andern Seite, von welchen sie sich Bildnisse — Götzen — angefertigt hatten.
Page 197 - Der geschichtliche Umstand, daß ein Theil der an ihrer Rettung verzweifelnden Alamannen den Schutz des ostgothischen Königs Theodorich anrief und sich ihm lieber unterwarf als dem fränkischen Clovis, die Fürsprache Theodorichs bei Clovis für die von diesem allzuhart behandelten Alamannen und des Erster...
Page 194 - Alamannen hatten auch einen sehr angesehenen Priesterstand, ihre Wahrsager glaubten an Zauberer und Hexen, an günstige und ungünstige Tage und Mondesstellungen, von welchem Aberglauben mehr als einer sich unter ihren Nachkommen die ganze Zeit des Christenthums hinab unvertilgt behauptet hat.
Page 192 - ... aufgefunden. Eigene Schriftsteller brachten die heidnischen Alamannen nicht hervor und von bekannten fremden erwähnt ihrer keiner, es wäre denn, um sich über sie zu beklagen. Daß die Zeit der alamannischen Unabhängigkeit reich an Ereignissen, sogar an gewaltigen...
Page 192 - Begebenheiten gewesen sein sollte, ist kaum zu bezweifeln; aber Niemand hat das Andenken von solchen der Nachwelt aufbewahrt, Niemand ihre diesen Gegenden angehörenden Thaten, die Namen ihrer Fürsten und Helden aus diesen Zeitabschnitten vor der Vergessenheit bewahrt. §. 17.

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