Die deutschen Colonien in Piemont, ihr Land ihre Mundart und Herkunft

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Page 75 - Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn! Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg? Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg, In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut, Es stürzt der Fels und über ihn die Flut Kennst du ihn wohl?
Page 75 - Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Page 84 - Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach, Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach, Und Marmorbilder stehn und sehn mich an: Was hat man dir, du armes Kind, getan? Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn!
Page 73 - Vater, ist's wahr, daß auf dem Berge dort Die Bäume bluten, wenn man einen Streich Drauf führte mit der Axt? Tell. Wer sagt das, Knabe? Walter. Der Meister Hirt erzählt's — Die Bäume seien Gebannt, sagt er, und wer sie schädige, Dem wachse seine Hand heraus zum Grabe.
Page 87 - ... Furcht und Tadel", Bayard, der alle rühmlichen Eigenschaften des Rittertums zur Bewunderung der Freunde und Feinde noch einmal in sich vereinigte. Er hatte immer die Hakenschützen von Herzen gehaßt; ungern hatte er einem das Leben geschenkt, der in seine Hand gefallen war; es war ihm bestimmt, jetzt selbst durch eine Kugel umzukommen. Es liegt etwas Symbolisches, allgemein Bedeutendes in diesem von so vielen Geschichtschreibern hervorgehobenen Tode, der Niederlage dieses ritterlichen Heeres...
Page 55 - Tale strömt der große Brunnen, eine prächtige Quelle am Fuße des begrasten Abhanges. Sie ist die einzige im Tal, die im Winter nicht versiegt, ja sie fließt das ganze Jahr hindurch ungefähr gleich stark und selbst mit gleicher Wärme, so daß sie Winters lau, und Sommers eiskalt erscheint. Der Boden ist rings an einzelnen Stellen eingesunken; auch glaubt das Auge durch einige Strecken, die mit Erlen (Troseln) bewachsen sind, den Lauf des unterirdischen Baches gegen die Gletscher hin verfolgen...
Page 55 - Jahr hindurch ungefähr gleich stark und selbst mit gleicher Wärme, so daß sie Winters lau, und Sommers eiskalt erscheint. Der Boden ist rings an einzelnen Stellen eingesunken; auch glaubt das Auge durch einige Strecken, die mit Erlen (Troseln) bewachsen sind, den Lauf des unterirdischen Baches gegen die Gletscher hin verfolgen zu können. Das Volk hat sich diese Erscheinung nach seiner Weise erklärt. Der große Brunnen strömt aus dem «verlornen Tal...
Page 86 - der gute Ritter", „der Ritter ohne Furcht und Tadel", Bayard, der alle rühmlichen Eigenschaften des Rittertums zur Bewunderung der Freunde und Feinde noch einmal in sich vereinigte. Er hatte immer die Hakenschützen von Herzen gehaßt; ungern hatte er einem das Leben geschenkt, der in seine Hand gefallen war; es war ihm bestimmt, jetzt selbst durch eine Kugel umzukommen. Es liegt etwas Symbolisches, allgemein Bedeutendes in diesem von so...
Page 195 - Spuren zu entdecken? Wenn eine Familie, eine Gemeinde, eine Horde Haus und Hof, Grund und Boden verließ: den Grund und Boden ihres geistigen Lebens, die eigene Sprache nahm sie mit. Durch diese hängt sie am längsten, wenn auch zulezt ganz unbewust, mit ihrer Vorzeit zusammen und es giebt wol kein Monument, das andauernder und zugleich bezeichnender wäre, als dieses.
Page 56 - Tal» herab, das jenseits des Filarhorns zwischen Schneefeldern und Gletschern verborgen liegt, abgeschlossen von aller Welt, so daß selbst die kühnsten Gemsjäger sich begnügen müssen, es von der Zinne irgend einer jähen Felswand herab zu betrachten. Es ist reich an Wäldern und Wiesen, ein Wohnsitz wilder Tiere. Früher war es bewohnt, wie noch aus den Mauern verlassener Hofstätten erhellet; aber die Menschen sind fortgewandert, weil die Gletscher allmählich jeden Ausgang geschlossen haben.

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