Geschichte des Appenzellischen Volkes, Volume 2

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Page 241 - ... Erzbischof von Mainz den Abschied erhalten haben, dass er ihr Anbringen dem römischen König und dem Kammergericht schreiben wolle. Dessen ungeachtet sei am Kammergericht zu Frankfurt die Acht zum zweitenmal über St. Gallen ausgegangen. Hierauf haben die Varenbühel den von St. Gallen zu Gunzenhausen der Acht zufolge zwei Wägen mit Gütern weggenommen, und sonst nach ihren Gütern getrachtet, und das alles, wie sie glauben, unbillig. Obwohl nun die Eidgenossen beschuldigt würden, als ob sie...
Page 240 - Zugehör nicht mehr als 500 fl. gelöst worden sein. (Doctor Winkler habe es gekauft.) Dieses Geld haben sie nach ihrem Gebrauch im Kriege mit einander getheilt, ihm aber sonst in der Stadt nichts genommen, noch beschwert, sein Weib und seine Kinder seien unbeschädigt geblieben. Seines Guts, das er nach der Stadt St. Galler Gewohnheit versteuert habe , sei nicht mehr als 2300 fl. gewesen. Unbilligerweise habe er nun bei dem Kaiser so lange geklagt, bis er kaiserliche Ladung gegen die von St. Gallen...
Page 194 - Recht ist, sin liebe Mutter Mariam und die lieben Heiligen anrufen und zu Hülf nehmen und mit der Hüls und Trost versuchen , ob wir uns unbillichs Hochmuths erwehren mögen t.
Page 239 - St. Gallen gezogen, und haben die von St. Gallen, Appenzell und dem Rheinthal gestraft, die sich dann auch in gemeinen Eidgenossen Strafe gegeben haben, welche Strafe auf einem Tag zu Schweiz bestimmt, und die Sache gerichtet und abgethan worden sei, ausgenommen die Sache Varnbühls und Schwendis von Appenzell. die flüchtig geworden seien; mit was Fug, möge Jedermann ermessen: denn sie hätten in der Sache mehr fürgegeben und gehandelt, als ihnen befohlen worden sei. Nach dieser Hinlegung der...
Page 241 - Vorällern gekommen sei, und sich auch füro gegen die, so ihnen thäten, aufhalten und wehren würden, so haben sie dennoch dieses Handels wegen noch einmal Botschaften ausgeschickt, nämlich 6 zu dem römischen König, 2 zu dem Pfalzgrafen, den Bischöfen Strassburg und Basel, dem Markgrafen von Baden, und den Städten am Rhein Basel, Strassburg, Frankfurt, Speier, Worms ua, und die 2, die bereits bei Herzog Eberhard von Württemberg und Herzog Albrecht von München, auch bei den Städten...
Page 241 - Eidgenossen, 227 die diess für ihre eigene Sache geachtet, haben den von St. Gallen geschrieben, ruhig zu sein, und auf den Tag gen Lindau zehen Gesandten geschickt, die endlich von dem Erzbischof von Mainz den Abschied erhalten haben, dass er ihr Anbringen dem römischen König und dem Kammergericht schreiben wolle. Dessen ungeachtet sei am Kammergericht zu Frankfurt die Acht zum zweitenmal über St. Gallen ausgegangen. Hierauf haben die Varenbühel den von St. Gallen zu Gunzenhausen der Acht zufolge...
Page 241 - ... Speier, Worms ua, und die 2, die bereits bei Herzog Eberhard von Württemberg und Herzog Albrecht von München, auch bei den Städten Augsburg und Nürnberg gewesen seien, und nun zu Ulm als einer Stadt kommen, zu der die Eidgenossen allweg ein besonder gut Vertrauen haben. Ulm möchte Fleiss haben, dass die Sache gegen sie gütlich aufgehoben werde, und sich nicht wider sie bewegen lassen. Würde es aber je zu weiterm Unwillen ausbrechen, so möchte ein Rath sein getreu Aufsehen auf die Eidgenossen...
Page 240 - ... nach ihrem Gebrauch im Kriege mit einander getheilt, ihm aber sonst in der Stadt nichts genommen, noch beschwert, sein Weib und seine Kinder seien unbeschädigt geblieben. Seines Guts , das er nach der Stadt St. Galler Gewohnheit versteuert habe , sei nicht mehr als 2300 fl. gewesen. Unbilligerweise habe er nun bei dem Kaiser so lange geklagt, bis er kaiserliche Ladung gegen die von St. Gallen vor das Kammergericht zu Frankfurt erlangt habe. Nachdem die St. Galler ihnen diese Ladung gemeldet,...
Page 240 - ... worden sei, ausgenommen die Sache Varnbühls und Schwendis von Appenzell. die flüchtig geworden seien; mit was Fug, möge Jedermann ermessen: denn sie hätten in der Sache mehr fürgegeben und gehandelt, als ihnen befohlen worden sei. Nach dieser Hinlegung der Sache zu Schweiz sei der verstorbene Kaiser als ordentliche Obrigkeit zugefahren , und habe die von St. Gallen durch seinen Fiscal wegen dieses Handels citirt und gestraft. Die Eidgenossen haben dieses geschehen lassen, und bekannt, dass...
Page 272 - Wolleb maßigte die Kampflust der Eidgenossen, die ungesäumt angreifen wollten. Er rieth ihnen, in gedrängter Ordnung auf der Anhöhe den feindlichen Angriff abzuwarten.

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