Verwandtschafts- und erbrecht samt pfandrecht nach altnordischem rechte: Aus dem nachlass des verfassers, Volume 3

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Page 255 - Alime ntationspf licht,2) galt die Regel, dass der nächste Erbe sie zu übernehmen hat ; doch fanden bei der letzteren mancherlei Besonderheiten statt. So soll nach des Vaters Tod zunächst die Mutter die Alimentation der gemeinsamen Kinder übernehmen, obwohl sie zu deren Beerbung erst nach dem väterlichen Grossvater und den Geschwistern vom Vater her berufen ist ; 3) wenn ferner beide ^Eltern verarmen, sollen auf die väterliche Verwandtschaft zwei Drittel, auf die mütterliche aber nur ein Drittel...
Page 153 - Endlich kehrt auch die Verweisung der unächt geborenen Kinder auf Vergabungen, welche ihr Vater ihnen zuwenden darf, ohne dabei an die Zustimmung seiner geborenen Erben gebunden zu sein, in den norwegischen Rechtsbüchern ganz in derselben Weise wieder wie in den isländischen. Nach den FrpL. soll der Stammgutsbesitzer seinem pyborinn sonr ebenso wie seinem fostri, dh Pflegesohn, nicht mehr als 12 Unzen Silbers ohne Zustimmung der Erben geben dürfen, 1) FrbL.
Page 554 - ne aliquis emat vivum animal vel pannum usatum sine plegiis et bonis testibus.
Page 137 - By borin son, wenn er nur vor vollendetem dritten Lebensjahre freigelassen wurde, das volle Recht eines Vaters nehmen, und halten natürlich bezüglich aller mit freien Weibern erzeugten unächten Kinder an derselben Regel um so mehr fest.2) Umgekehrt ist aber auch klar, dass, wenn der auf Vaterschaft Belangte seinen Reinigungsbeweis führt, weder ihm selbst noch seinem Geschlechte gegenüber von irgend welcher Verwandtschaft mit dem unehelich geborenen Kinde die Rede sein kann,3) und nicht minder...
Page 244 - ... sich die Neuerung wirklich nur auf diese beiden Gebiete bezogen habe. Wir haben gesehen, wie zumal die Textesgestaltung der K. noch vielfach zwischen dem ersten und zweiten Stadium der Entwicklung hin und her schwankt, was sich doch wohl nur durch die Annahme erklären lässt, dass deren Compilator für die verschiedenen Abschnitte seines Rechtsbuches Vorlagen verschiedenen Alters benützte , . und nicht immer mit genügender Umsicht das neuere Recht in die älteren Texte hineinzucorrigiren wusste....
Page 134 - Gottesnrtheil ihre Angabe zu beweisen : ist sie aber auch ihrerseits inzwischen gestorben , so mag der Erbe des Verstorbenen (oder Abwesenden?), den sie als Vater angegeben hatte, seinerseits ihrer Behauptung gegenüber einen Gegenbeweis führen, und zwar nach eigener Wahl durch einen Dreiereid oder durch ein Gottesurtheil. Stirbt die Kindsmutter ohne den Vater genannt zu haben, so mag zwar deren Geschlechtsvormund seinem eigenen Verdachte folgend klagen gegen wen er will ; aber der Beklagte...
Page 134 - Reinigungseid zu formuliren sei, sagt uns weder das eine noch das andere Rechtsbuch : dagegen hilft nach dieser Seite hin das ältere Stadtrecht aus. ') indem es zeigt, dass man vollkommen richtig zwischen der Vertheidigung gegen die Paternitsetsklage...
Page 178 - Behufe erforderlich war,2) und in der That hat es bei der ebenso tiefgreifenden als umfassenden Bedeutung der Verwandtschaft im ältesten Rechte nichts Auffälliges, wenn man beim Freigelassenen, welcher von Haus aus keine freie Verwandtschaft hatte, einen künstlichen Ersatz für dieselbe zu beschaffen suchte. Da nun die...
Page 135 - Klage gegenüber dahin lautete: „at hann kom aldrigi |>ä kostu hja henni, at |>au maetti barn geta." Sehr eigenthümlich sind aber die Bestimmungen der BbL. gestaltet. !) Sie lassen, wenn die Benennung des Vaters durch die Kindsmutter während der Geburt selbst erfolgt ist, gegen dieselbe nur eine halbe Vertheidigung zu, soferne der Benannte zwar einen „hälfrettiseid...
Page 174 - ... Lebensjahre auf sein Erbrecht verzichten könne, und dass der eheliche Sohn eines Legitimirten unmittelbar hinter seinem Vater zur Erbfolge berufen sein solle, wenn dieser zur Zeit des Erbschaftsanfalles bereits gestorben sei ; Beides Bestimmungen, welche auch in die Jönsbök eingerückt wurden, welche sich aber im Grunde von selbst verstanden, da die erstere nur eine Folge der Verschiebung des Volljährigkeitstermines auf das vollendete 20. Lebenjahr ist, die letztere aber nur eine analoge...

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