Israel und Babylonien: der Einfluss Babyloniens auf die israelitische Religion

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Vandenhoeck und Ruprecht, 1903 - Babylonia - 48 pages
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Popular passages

Page 43 - Wir Gelehrten machen es jedem von uns zu schwerem Vorwurf, wenn er die Inschrift eines beliebigen Menschen, etwa eines Hirten, der an einem Felsen der Sinaihalbinsel seinen Namen verewigt hat, auch nur in Einem Schriftzeichen ungenau oder gar falsch wiedergibt...
Page 43 - Er ist das Ziel und die Spitze einer Pyramide, die Krönung der Schöpfertätigkeit Gottes und die Krone alles Geschaffenen: »Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach Gottes Bilde schuf er ihn; und schuf sie als Mann und als Weib
Page 39 - Dies ist die Religion, von der wir abhängig sind, von der wir noch immer zu lernen haben, auf deren Boden unsere ganze Kultur gebaut ist ; wir sind Israeliten in der Religion, so wie wir Griechen sind in der Kunst und Römer im Recht.
Page 24 - ... 1920:57). Schon in der ersten Runde des Babel-Bibel-Streits hatten die Theologen auf ihrer dogmatischen Religionsskalierung bestanden. Selbst ein den Entdeckungen Delitzschs nicht abgeneigter Schriftgelehrter wie Hermann Gunkel hatte diese qualitative Grenze am Beispiel der Flutüberlieferung betont: In der babylonischen Erzählung ein wilder, grotesker Polytheismus: die Götter überlisten und befehden einander, sie erbeben vor der Flut und kauern wie Hunde am Himmel, und sie kommen zum Opfer...
Page 17 - Krone geraubt werden soll; was aber geht uns der nationale Anspruch des Judentums an! Wir erkennen freudig und ehrlich Gottes Offenbarung überall• da, wo sich eine menschliche Seele ihrem Gott nahe fühlt, und sei es unter den dürftigsten und sonderbarsten Formen. Fern sei es von uns, Gottes Offenbarung auf Israel zu beschränken ! » Ausgestreuet ist der Gankel: Israel und Babylonien.
Page 38 - Offenbarung vollzieht sich danach unter den Menschen nach denselben psychologischen Gesetzen wie alles menschliche Geschehen. Aber das Auge des Glaubens sieht in der Tiefe dieses Geschehens den Gott, der zu der Seele spricht, und der sich dem aufschliesst, der ihn von ganzem Herzen sucht.
Page 30 - Standpunkt aus begreift, so dürfte kein Zweifel möglich sein, dass wir die in der Sabbath- bezw. Sonntagsruhe beschlossene Segensfülle im letzten Grunde jenem alten Kulturvolk am Euphrat und Tigris verdanken.
Page 17 - Untersuchung scheut! Glauben wir wirklich an Gott, der sich in der Geschichte offenbart, so haben wir nicht dem Höchsten vorzuschreiben, wie die Ereignisse sein sollen, in denen wir ihn finden, sondern wir haben nur demütig die Spuren seiner Füsse zu küssen und sein Walten in der Geschichte zu verehren.
Page 10 - ... zusammengewohnt, teils in feindlichen, teils in freundlichen Veziehungen. Nach der Vibel selbst ist es nicht so, daß die Kanaaniter sofort von Israel ausgerottet wären. Im Gegenteil, sie wurden erst unter David und 3alomo allmählich aufgesogen (Richter 1,27— 35; 9, 6 ff.). Kanaan aber war der Kultur nach eine babylonische Provinz, ehe Israel in Kanaan eingedrungen war.
Page 33 - Traum, die gleichen naiven Vorstellungen von der Gottheit: wie in Babel die Götter essen und trinken, sich wohl auch zur Ruhe begeben, so geht...

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