Friedrichs von Schiller sämmtliche Werke: Nachrichten von Schillers Leben. Gedichte der ersten[-zweyten] Periode. Metrische Uebersetzungen [Aeneid 2,4In der J.G. Cotta'schen Buchhandlung, 1822 |
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Achaier Aeneis Altar Anchisen Androgeos Askan Auge Beroe bethauen Beym Blick Blide Blis Blut Brüder Brust Busen damals Deukalions Dichter dieß Don Carlos Donner einst Epidaurus erhab'ne ersten ew'gen ewig Feind Flut Freund frey Furcht Fürsten ganze Gedichte Geist gluckliche Glut Goethe gold'nen Götter Gottheit Göttinn Grab Griechen groß großen Hand Haupt heil'gen Heiligthum heißt Herz Herzog Himmel Himmlischer hohen holden ist's Iuno Jahre jekt Jugend Juno Jupiter Kinder Kraft Kunst Laß läßt Laura Leben Libyen lich Licht Liebe ließ Meer Menschen Mund muß Muth Myrmidonen Nacht Natur Olympos poetischen Priams Pyrrhus Reich reißt Roß ruft sanfter Schar Schatten Schillers sämmtl schine schließt Schmerz schnell Schoß Schwert Seele Semele sey's seyn Sohn soll spricht stolze Strand süßen Tellus Teukrer theils Thor Thränen Thrazier Thron Tochter Troja Tyrus Uebersehung unsern Vater viel Wallenstein Wangen Weib weiß Welt Werke wieder wilde wirst Wuth Zevs zweyten
Popular passages
Page 24 - Das letzte ist überhaupt nur für unreife Nationen wichtig, für die Jugend der Welt. Ein ganz anderes Interesse ist es, jede merkwürdige Begebenheit, die mit Menschen vorging, dem Menschen wichtig darzustellen. Es ist ein armseliges kleinliches Ideal, für eine Nation zu schreiben; einem philosophischen Geiste ist diese Grenze durchaus unerträglich.
Page 24 - Ideal, für eine Nation zu schreiben; einem philosophischen Geiste ist diese Grenze durchaus unerträglich. Dieser kann bei einer so wandelbaren zufälligen und willkürlichen Form der Menschheit, bei einem Fragmente (und was ist die wichtigste Nation anders?) nicht stillestehen. Er kann sich nicht weiter dafür erwärmen, als soweit ihm diese Nation oder Nationalbegebenheit als Bedingung für den Fortschritt der Gattung wichtig ist.
Page 22 - Im Ganzen genommen ist meine in der Tat große Idee von ihm nach dieser persönlichen Bekanntschaft nicht vermindert worden ; aber ich zweifle, ob wir einander je sehr nahe rücken werden. Vieles, was mir jetzt noch interessant ist, was ich noch zu wünschen und zu hoffen habe, hat seine Epoche bei ihm durchlebt...
Page 59 - Die Werke des dramatischen Dichters werden schneller als alle andre von dem Zeitstrom ergriffen, er kommt, selbst wider Willen, mit der großen Masse in eine vielseitige Berührung, bei der man nicht immer rein bleibt. Anfangs gefällt es, den Herrscher zu machen über die Gemüther, aber welchem Herrscher begegnet es nicht, daß er auch wieder der Diener seiner Diener wird, um seine Herrschaft zu behaupten; und so kann es leicht geschehen seyn, daß ich, indem ich die deutschen Bühnen mit dem Geräusch...
Page 28 - Ich fühle während meiner Arbeiten nur zu sehr, daß er recht hat, aber ich fühle auch, woran der Fehler liegt; und dies läßt mich hoffen, daß ich mich sehr darin verbessern kann. Die Ideen strömen mir nicht reich genug zu, so üppig meine Arbeiten auch ausfallen, und meine Ideen sind nicht klar, ehe ich schreibe.
Page 41 - Zwischen diesen Ideen fand sich eine unerwartete Übereinstimmung, die um so interessanter war, weil sie wirklich aus der größten Verschiedenheit der Gesichtspunkte hervorging. Ein jeder konnte dem andern etwas geben, was ihm fehlte, und etwas dafür empfangen.
Page 37 - Vor dieser Arbeit ist mir ordentlich angst und bange; denn ich glaube mit jedem Tag mehr zu finden, daß ich eigentlich nichts weniger vorstellen kann als einen Dichter und daß höchstens da, wo ich philosophieren will, der poetische Geist mich überrascht.
Page 51 - Ich suche absichtlich in den Geschichtsquellen eine Begrenzung, um meine Ideen durch die Umgebung der Umstände streng zu bestimmen und zu verwirklichen ; davor bin ich sicher, daß mich das Historische nicht herabziehen oder lähmen wird. Ich will dadurch...
Page 29 - Hingegen glaube ich auch festiglich, daß es gerade auf diesem Wege auch alle übrigen Forderungen mittelbar befriedigen muß, weil sich jede Schönheit doch endlich in allgemeine Wahrheit auflösen läßt.
Page 16 - Tribunal werde ich mich stellen. Dieses nur fürchte ich und verehr' ich. Etwas Großes wandelt mich an bei der Vorstellung, keine andere Fessel zu tragen als den Ausspruch der Welt — an keinen andern Thron mehr zu appellieren als an die menschliche Seele.


