Aus dem Lager des Rheinbundes 1812 und 1813

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Deutsche Verlags-Anstalt, 1897 - Napoleonic Wars, 1800-1815 - 418 pages
 

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Page 294 - Die Menschen sind unverbesserlich, die Erfahrung ist für sie verloren. Dreimal habe ich den Kaiser Franz wieder auf den Thron gesetzt. Ich habe ihm versprochen, mein Leben lang mit ihm in Frieden zu bleiben; ich habe seine Tochter geheiratet. Damals sagte ich mir, du begehst eine Torheit, aber sie ist begangen, ich bereue sie heute.
Page 93 - Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist, Man sieht nur Herren und Knechte, Die Falschheit herrschet, die Hinterlist Bei dem feigen Menschengeschlechte.
Page 204 - Und so fordern sie denn treues Mitwirken, besonders von jedem deutschen Fürsten, und wollen dabei gern voraussetzen, daß sich keiner finden werde unter ihnen, der, indem er der deutschen Sache abtrünnig sein und bleiben will, sich reif zeige der verdienten Vernichtung durch die Kraft der öffentlichen Meinung und durch die Macht gerechter Waffen.
Page 351 - Alle Geister und Herzen sind jetzt voll von der großen wunderähnlichen Conversio rerum, die sich in den letzten Monaten ereignet. Es ist ein Gefühl, an das man sich noch gar nicht recht gewöhnen kann. Seit dem Unglück Deutschlands habe ich erst die Propheten recht verstehen lernen; jetzt lerne ich fühlen, was es heißt, aus der Gefangenschaft und mehr als babylonischen Knechtschaft erlöst zu werden. Die eingetretene Zerstörung der feindlichen Macht, die Auflösung, deren vollständige...
Page 351 - Modifikationen erleiden müssen, ob ich gleich immer glaube, daß sein' Ende noch nicht so nah ist; verstehe ich etwas von dem wunderbaren Gang der Entwicklung, so wird er noch aufgespart; wenn alle seine Helfershelfer abgegangen sind, wird er noch leben, um den Kelch der Demütigung bis auf die Hefen auszuleeren.
Page 351 - Gefangenschaft und mehr als babylonischen Knechtschaft erlöst zu werden. Die eingetretene Zerstörung der feindlichen Macht, die Auflösung, deren vollständige Resultate wir noch nicht einmal kennen, scheint in gar keinem Verhältnis mit den Niederlagen; diese Zerstörung kommt von innen durch einen eigentlichen Verwesungsund Putrefaktionsprozeß"".
Page 295 - Nun, was will man von mir? Daß ich mich entehre? Niemals! Ich werde zu sterben wissen, aber ich trete leine Scholle Erde ab.
Page 331 - Ich bin gänzlich geschlagen, und noch weiß ich nicht, ob mein Heer sich wieder gesammelt hat,
Page 364 - Genie, fo fehr begünstigte, hat ihn verlassen. Er geht nun von einer unglücklichen Katastrophe zur anderen über. Er, und mit ihm Frankreich, wird nun unterliegen.
Page 295 - Majestät zu keiner Verständigung kommen können. Ihre Friedensschlüsse waren immer nur Waffenstillstände. Die Mißgeschicke wie die Erfolge treiben Sie zum Krieg. Der Augenblick ist da, wo Sie und Europa sich gegenseitig den Handschuh hinwerfen; Sie werden ihn aufheben, Sie und Europa, und nicht Europa wird es sein, das im Kampfe unterliegt !" „Wollen Sie mich etwa durch eine Koalition zugrunde richten?

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