Geschichte des Geschlechts von Kleist, von Gustav Kratz, Volume 4

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Schindler, 1887
 

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Popular passages

Page 24 - Eine Gemeinschaft gilt es, deren Wurzeln tausendästig, einer Eiche gleich, in den Boden der Zeit eingreifen; deren Wipfel, Tugend und Sittlichkeit überschattend, an den silbernen Saum der Wolken rührt; [. . .] eine Gemeinschaft, [. . .] deren Dasein keine deutsche Brust überleben, und die nur mit Blut, vor dem die Sonne erdunkelt, zu Grabe gebracht werden soll.
Page 24 - Nicht der Sieg ist's, den der Deutsche fodert, Hülflos, wie er schon am Abgrund steht; Wenn der Kampf nur, fackelgleich, entlodert, Wert der Leiche, die zu Grabe geht.
Page 104 - Könnt fassen ihr den reichen Segen Von nah und fern? Bist du nicht fast davor erlegen, Du Volk des Herrn? Vor dem durchbebt dich heil'ges Zittern, Der kann und will. Knie nieder unter Fruchtgewittern, Und bete still. .Schön!' — sagte der Meister diesmal, tief ernst; — ,sehr schön!
Page 96 - Unter diesen Umständen habe ich mich entschlossen, am morgenden Tage auf Nollendorf zu marschieren und mich mit dem Degen in der Faust durchzuschlagen", schreibt er an seinen König.
Page 32 - Preußen! Rußland will den Krieg! Er hat bereits begonnen. Die große Armee, zu der Ihr gehört, sieht Euch mit Vergnügen in ihren Reihen, unsere erhabenen Monarchen vertrauen Eurer Tapferkeit, sie richten ihre Blicke auf Euch, um ihr Beifall zu geben und sie zu belohnen.
Page 24 - Chor. Frei, auf deutschem Grunde, walten Laßt uns, nach dem Brauch der Alten, Seines Segens selbst uns freun: Oder unser Grab ihn sein!
Page 31 - Vorwärts gegenüber — als der ernste, strenge, zäh energische, „scharf wie gehacktes Eisen"; sein Körper trotz schwerer Wunden und Brüche fest, stark, elastisch; sein Blick, kühn, durchdringend, freundlich nie; sein Wille eisern; sein ganzes Wesen gewaltig, gebieterisch, zur Zucht, zur Pflicht, zum höchsten Wetteifer aller Kraft zwingend.
Page 66 - Hand, ohne aller seiner Diener Wissen, seinen Frieden mit Frankreich gemacht. Wäre es Zeit, daß Sie binnen hier und wenig Stunden kommen könnten, so würde ich Ihnen noch die Festung zu übergeben im Stande sein, aber man hat mich so gefaßt, daß ich nichts mehr thun kann. Können Sie nicht kommen, so ist Alles verloren. Die Generale sind gegen mich — ich verlasse Armee, Vaterland, Alle«, und flüchte zu Ihnen, um mit Ihnen zu sterben.
Page 140 - Durch Ihr hohes Verdienst um die glückliche EntWickelung der großen Angelegenheit, die wir eben verfochten, haben Sie sich das Vaterland dauernd verpflichtet. Ich wünsche Ih...
Page 22 - Effronterie, ihm zu verstehen zu geben, daß es sehr wohl möglich sei, die preußischen Truppen so zurückzuhalten, daß sie nichts thäten als siguriren.

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