Ares und Aphrodite: eine Untersuchung ueber Ursprung und Bedeutung ihrer Verbinding. Theil I. Aphrodite Areia (Urania) und Ares, das epigrammatische Paar des Hellenismus, Part 1

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Teubner, 1880 - Mars (Roman deity) - 37 pages
 

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Page 17 - I 63), lässt Zweifel über die Benennung der Figuren zu, da die beigeschriebenen Buchstaben unleserlich sind, und von dem („etruskischen") Copisten nicht einmal der Zahl nach so allgemein richtig wiedergegeben sind, dass man, wie die Herausgeber thun, hierauf Vermuthungen gründen könnte. Während Ares nämlich durch den Helm hinreichend charakterisirt ist, scheint die angebliche Aphrodite-beischrift eher zu der hinter dieser Göttin stehenden 'Peitho' zu gehören, die ihrerseits wohl eher eine...
Page 32 - sie hatte in Philistäa, wahrscheinlich durch den philistäischen Stamm selbst, eine eigenthümliche Ausbildung erhalten, nämlich jene Vereinigung des Astralen mit einer heroischen kriegerischen, aber nicht jungfräulichen Weiblichkeit
Page 32 - Cult so frühzeitig erhielten" (312 ff.). — Dagegen „widerspricht der ganze Charakter der von Askalon direct nach Kythera und Lakonika gebrachten bewaffneten Aphrodite Urania durchaus einem entsittlichenden, verweichlichenden Cult, obgleich auch hier diese Urania, ebenfalls zu Askalon, nicht als Jungfrau, sondern als herrschendes Weib erscheint
Page 18 - Vulci in the Roman territory by M. Campanari. London. Printed by AJ Valpy MA 1832'. Die fehlende Notiz aber findet sich bei Welcker (Kleine Schriften V 145): 'and now exhibited by him in London'.
Page 35 - Das scheint wenigstens sicher zu sein, dass unter phönikischen Kypriern Baal unter dem Namen Adonis bekannt gewesen ist, welchen die Griechen aufnahmen und für ihren griechischen Mythos des Adonis benutzten. Das ist aber auch fast Alles, was sich mit einiger Sicherheit über den Baal vorbringen lässt".
Page 9 - Verhältniß, das Freudenfest begann. Schließlich möchte endlich noch die Bemerkung daß man auch der Aphrodite ein Sühnschweinchen opferte^), eine Andeutung sein die vielleicht mit bei Erklärung der geheimen Gegenstände zu nutzen wäre welche die Arrephoren nach dem unterirdischen Gange der Aphrodite in den Gärten trugen.
Page 10 - Schliesslich bleiben noch zwei zweifelhafte Fälle zu besprechen, die Gerhard in seiner Aufzählung der Cultverbindungen von Ares und Aphrodite nicht aufgenommen hat. Der eine ist Patrae, die uralte Phönikerfaktorei, wo Pausanias (VII 21, 4) zwei am Hafen liegende Aphroditetempel erwähnt, die wir wohl unbedingt als phönikische anerkennen müssen. Zwischen deren Erwähnung schiebt er zwei Erzstatuen des Ares und des Apollon ein, welch letzterer am gleichen Orte ein gemeinsames öXcoc ebenfalls...
Page 15 - Abkunft, gegen welche sich der Nationalstolz der ihrer Zusammengehörigkeit sich bewusst werdenden Hellenen zu wahren beginnt. Denn in den Homerischen Gedichten gilt Ares als Thraker, so wie Aphrodite als Kyprische Göttin. Fehlt demnach in der Ilias jede Andeutung des Liebesverhältnisses im Demodokosgesang, so wird der Zusammenhang zwischen beiden Gedichten noch vollends zerrissen dadurch, dass in der Ilias Aphrodite sogar ausdrücklich die Schwester des Ares heisst. Sie nennt ihn 'cpiXè кacíтvт]те'...
Page 36 - Hartung unsere Zustimmung versagen müssen, wenn er (Religion u. Myth, der Griechen III 102) sagt: „Ares, dieser Schlächter und Mörder, scheint wenig mit dem Zärtling Adonis gemein zu haben, und dennoch ist er mit ihm eins: denn auch Adonis ist ein Jäger und Krieger".
Page 15 - Waffenträgerin der Ilias vermuthen, der doch nur von der spielenden Phantasie eines Rhapsoden ein kriegerisches Abenteuer angedichtet ist, so doch noch viel weniger in der thebischen Aphrodite. Welcker selbst hat aus den Iliasscenen kein Argument für die Bewaffnung der letzteren herzuleiten gewagt. Sie sind auch der Erinnerung der Späteren ganz entschwunden, denn so viel bei unserer mangelhaften Kenntniss der älteren nachhomerischen Poesie zu entscheiden möglich ist, findet sich kein Nachhall...

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