Pantschatantra: fünf bücher indischer fabeln, märchen und erzaählungen, Volume 2

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F.A. Brockhaus, 1859 - Folklore
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Page 343 - Dieser hatte mit dem erbettelten Reisbrei, der ihm nach dem Essen übrig blieb, einen Topf angefüllt; diesen Topf hatte er an einen Nagel an der Wand gehängt, darunter seine Bettstelle gestellt und schaute ihn nun in der Nacht, ohne einen Blick davon zu verwenden, an und dachte dabei: „Dieser Topf ist doch über und über voll von Reisbrei.
Page 344 - Schooss und kommt zu mir dicht an die Hufen 'der Pferde. Dann werde ich, von Zorn erfüllt, der Brahmanin zurufen: Nimm das Kind! Nimm das Kind! — Sie aber, mit Hausarbeit beschäftigt, hört meinen Ruf nicht. Dann spring ich auf und gebe ihr einen Fusstritt.
Page 343 - Dieser Topf ist doch über und über voll von Reisbrei. Wenn nun eine Hungersnoth entsteht, dann wird er hundert Silberstücke einbringen. Dafür werde ich alsdann ein Paar Ziegen kaufen; da diese alle sechs Monat Zicklein werfen, so wird daraus eine Heerde Ziegen entstehen. Dann für die Ziegen Rinder! Sobald die Kühe gekalbt haben , verkaufe ich die Kälber. Dann für die Rinder Büffel! Für die Büffel Stuten! Sobald die Stuten geworfen haben, werde ich viele Pferde besitzen. Aus dem Verkauf...
Page 343 - Somasarman geben. Wenn dieser dann alt genug ist, um sich auf meinen Knien zu schaukeln, dann werde ich ein Buch nehmen, mich hinten in den Pferdestall setzen und studiren. Mittlerweile sieht mich Somasarman, und begierig, auf meinen Knien zu schaukeln, klettert er von seiner Mutter SchoS und kommt zu mir dicht an die Hufen der Pferde. Dann werde ich, von Zorn erfüllt, der Brahmanin zurufen: »Nimm das Kind! Nimm das Kind!
Page 245 - Nachdem er so überlegt, holte er Milch irgendwoher, goß sie in eine Schale, ging zu dem Ameisenhügel und sprach: "0 Gebieter des Feldes l so lange Zeit habe ich nicht gewußt, daß du hier wohnest. Darum habe ich dir keine Verehrung erwiesen, das mögest du mir jetzt verzeihen!" Nachdem er so gesprochen und die Milch dargebracht hatte, ging er nach Hause. Als er nun am folgenden Morgen kommt und nachsieht, so erblickte er einen Denar in der Schale, und so ging er Tag für Tag allein hin, gibt...
Page 343 - Ziegen entstehen. Dann für die Ziegen Rinder! Sobald die Kühe gekalbt haben , verkaufe ich die Kälber. Dann für die Rinder Büffel! Für die Büffel Stuten! Sobald die Stuten geworfen haben, werde ich viele Pferde besitzen. Aus dem Verkauf von diesen löse ich viel Gold. Für das Gold bekomme ich ein Haus mit vier Gebäuden in einem Viereck. Dann kommt ein Brahmane in mein Haus und giebt mir ein sehr' schönes Mädchen mit grosser Mitgift zur Frau.
Page 265 - Töchterchen, soll ich dich diesem zum Weibe geben? Gefällt dir der Mäuseköuig hier?' Sie aber, als sie diesen erblickte, dachte: 'der ist von meiner eignen Gattung!' Ihr Körper verschönte sich durch die vor Freude in die Höhe starrenden Haare und sie sagte : 'Väterchen ! mach mich zu einem Mäuschen und gib mich ihm zur Frau, damit ich die meiner Gattung vorgeschriebenen...
Page 265 - Väterchen, der ist überaus unstäte. Laß lieber irgend einen mächtigeren kommen!' Der Weise sprach: 'Wind, gibt es einen noch mächtigeren, als du bist?' Der Wind sagte: 'Mächtiger als ich ist der Berg, denn wenn ich auch noch so stark bin, hält er doch sich entgegenstämmend mich aus.' Darauf rief der Weise den Berg herbei und sagte zu dem Mädchen: 'Töchterchen, soll ich dich diesem zur Frau geben?
Page 65 - Der Hase sagte: Herr, das ist wahr. Um ihres Landes willen und infolge von Demütigung kämpfen die Krieger. Dieser Feind aber stützt sich auf eine Burg. Aus einer Burg kam er heraus, als er uns festhielt. Bleibt er in der Burg, so ist er ein schwer zu besiegender Feind.
Page 305 - Wenn du dir einen Zügel in den Mund legen läszt und ich auf deinen Rücken steigen und dich zum Laufen antreiben soll und du, dann laufend, wie ein Pferd wieherst, dann will ich dir wieder gut sein".

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